Fußball International
Porto Alegre schnappt "Barca" Weltpokal weg

Internacional Porto Alegre hat zum ersten Mal in seiner Geschichte die Klub-Weltmeisterschaft gewonnen. Im Endspiel besiegten die Brasilianer den FC Barcelona durch ein Tor von Luiz Adriano mit 1:0 (0:0).

Erstmals in seiner Geschichte hat Internacional Porto Alegre den Weltpokal gewonnen. Im Endspiel in Yokohama behielt der Südamerika-Meister mit 1:0 (0:0) gegen den FC Barcelona die Oberhand. Das Tor des Tages erzielte der eingewechselte Luiz Adriano acht Minuten vor dem Ende der Partie.

Die Medaille für den zweiten Platz, die Ronaldinho von Weltverbands-Präsident Joseph S. Blatter am Ort von Brasiliens WM-Erfolg 2002 gegen Deutschland um den Hals gehängt wurde, nahm der Weltfußballer postwendet wieder ab. Zu tief saß der Frust beim sonst so erfolgsverwöhnten Superstar über den geplatzten Traum, einmal den Weltpokal in den Händen halten zu dürfen. Für Barca war es nach 1992 die zweite Final-Niederlage.

"Wir hatten mit dem Jetlag zu kämpfen"

"Wir hatten mit dem Jetlag zu kämpfen. Ich konnte die letzte Nacht nur vier Stunden schlafen", sagte Ronaldinho, der am Montag in Zürich wohl zum dritten Mal in Folge zum "Weltfußballer des Jahres" gewählt wird und im Vorfeld des Turniers in Japan den ersten Klub-WM-Titel für Barca vollmundig angekündigt hatte: "Wir wollen diesen Titel und holen ihn uns". Im statischen und leicht ausrechenbaren Spiel der Katalanen wurde der Samba-Kicker von seinen Landsleuten aber stets gedoppelt und kam kaum zur Entfaltung.

In der 86. Minute fehlten dem 26 Jahre alten Mittelfeldspieler bei seinem Freistoß nur wenige Zentimeter, und er hätte ähnlich wie 2002, als sich Brasilien im WM-Finale im Stadion von Yokohama mit einem 2:0 gegen Deutschland den fünften WM-Titel gesichert hatte, als strahlender Held den Platz verlassen. Doch der Ball strich knapp am linken Pfosten vorbei, so dass das defensiv sehr clever agierende Internacional durch den Treffer des eingewechselten Luiz Adriano (82.) zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Weltpokal mit nach Hause nehmen durfte.

"Ich kann gar nicht glauben, dass ausgerechnet ich den Siegtreffer erzielt habe", sagte der Matchwinner, während Barca-Trainer Frank Rijkaard restlos bedient hat: "Das ist eine große Enttäuschung für uns. Allerdings hat Porto Alegre verdient gewonnen."

Al-Ahly sichert sich den dritten Platz

Damit sicherte sich im 45. Kräftemessen zum 24. Mal ein südamerikanisches Team den Titel. Seit 2005 spielen die sechs Sieger aller Kontinentalverbände aus Europa (Uefa), Asien (AFC), Afrika (CAF), Nord- und Mittelamerika (Concacaf), Südamerika (Conmebol) sowie Ozeanien (OFC) um die Klub-WM.

Im "kleinen" Finale hatte sich nur wenige Stunden zuvor Al Ahly aus Ägypten den dritten Platz gesichert. Die Afrikaner setzten sich gegen Club America aus Mexiko-Stadt mit 2:1 (1:0) durch. Matchwinner war Ahlys Top-Stürmer Mohamed Aboutrika mit seinen Treffern in der 42. und 79. Minute. America gelang lediglich der zwischenzeitliche Ausgleich durch Salvador Cabanas (42.).

© SID

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