Fußball International
Pound fordert mehr Einsatz im Anti-Doping-Kampf

Dick Pound, Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada), hat den Radsport und den Fußball für ihren nicht ausreichenden Einsatz gegen Doping kritisiert. Man mache Fortschritte, diese beiden Sportarten täten nicht genug.

Noch weiteren Nachholbedarf im Kampf gegen Doping sieht Dick Pound, Chef der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada), im Radsport und Fußball. Der Anti-Doping-Kampf mache Fortschritte, diese beiden Sportarten täten aber nicht genug, sagte Pound der französischen Sport-Tageszeitung L´Equipe.

"Unsere Feinde sind identifiziert. Die Athleten und die Verbände sind auf unserer Seite, und das ist das Wichtigste. Wenn man den Radsport und einige Elemente der Fifa herausnimmt, ist alles gut", sagte der Kanadier.

Es müsse noch mehr getan werden

Pound forderte den Radsport auf, mehr zu tun. "Im vergangenen Frühjahr habe ich das UCI-Hauptquartier besucht. Ich sah ein extrem niveauvolles Gebäude, gleichzeitig erzählte man mir, die Doping-Kontrollen seien zu teuer. Da musste ich schon lächeln", sagte der Wada-Chef und führte weiter aus: "Die UCI hat sogar daran gedacht, die Anzahl der Tests zu reduzieren. Ein paar Wochen später begann der Skandal in Spanien."

Laut Pound sei der Fußball zwar nicht in der gleichen Situation wie der Radsport, aber auch hier müsse noch viel getan werden. Die Fifa habe einerseits den Anti-Doping-Code der Wada akzeptiert, einige Details aber noch nicht zugelassen. "Beispielsweise ist die Fifa noch nicht fähig, Disziplinar-Verfahren an den obersten Sportgerichtshof CAS weiterzugeben."

© SID

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