Fußball International
Premier League bezieht Schelte von Platini

Uefa-Präsident Michel Platini hat der englischen Premier League einen drohenden Identitätsverlust vorgeworfen, da zu viele ausländische Investoren das Geschehen bestimmen würden.

Uefa-Präsident Michel Platini hat erneut den Einfluss ausländischer Investoren im englischen Profifußball kritisiert und vor einem Identitätsverlust gewarnt. "Will man in Liverpool einen arabischen Scheich als Präsident, einen Trainer aus Brasilien und neun oder elf afrikanische Spieler? Was hat das noch mit Liverpool zu tun? Wir müssen Regeln aufstellen", forderte der Franzose, der sich damit zum wiederholten Mal mit der Premier League, der umsatzstärksten Liga der Welt, anlegte.

Platini kündigte Gespräche mit der britischen Regierung an, um den ausländischen Einfluss auf den englischen Fußball in Zukunft deutlich einzudämmen. "Wenn man Leute aus Katar holt und niemand aus Liverpool oder Manchester auf dem Feld oder im Vorstand ist, was hat das noch mit Liverpool oder Manchester zu tun? Ich denke, dass der Fußball so seine Identität verliert. Die Leute aus Katar sollen in Katar investieren", meinte Platini.

Neun der 20 Premier-League-Klubs sind derzeit im Besitz ausländischer Investoren. Deshalb hat die weltweite Finanzkrise enormen Einfluss auf die Vereine. Zuletzt hatte der Vorsitzende des englischen Verbandes FA, David Triesman, den Schuldenstand der Erstliga-Klubs auf 3,85 Mrd. Euro beziffert. Zugleich sagte er, dass "die Personen hinter den Schulden in ernsthaften Problemen stecken. Damit liegt das Schicksal nicht mehr in den Händen der Vereine".

© SID

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