Fußball International: Rummenigge bleibt Chef der ECA

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Rummenigge bleibt Chef der ECA

Karl-Heinz Rummenigge besetzt weiterhin den Posten des Vorsitzenden der Europäischen Klub-Vereinigung. Der Bayern-Vorstandschef wurde am Dienstag in Genf in seinem Amt bestätigt.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Meister Bayern München bleibt Vorsitzender der Europäischen Klub-Vereiningung (ECA). Der 54-Jährige, der den Posten vor zweieinhalb Jahren übernommen hatte, wurde am Dienstag in Genf vom neu gewählten Exekutivkommitee in seinem Amt bestätigt. Als Vizepräsidenten wurden Umberto Gandini (AC Mailand), Sandro Rosell (FC Barcelona) und John Mcclelland (Glasgow Rangers) bestimmt.

Im Rahmen der zweitägigen Sitzung forderte Rummenigge den Welt-Fußballverband Fifa und die Europäische Fußball-Union (Uefa) in Sachen Abstellungspflicht erneut zu einem Umdenken auf. "Wir werden es ist nicht länger hinnehmen, dass wir verpflichtet sind, unsere Spieler abzustellen und das Risiko tragen, im Falle einer Verletzung weiter die Gehälter zahlen zu müssen", sagte Rummenigge, der aus Erfahrung spricht und im Dauerstreit um die Verletzung von Arjen Robben weiter auf eine Entschädigung durch den niederländischen Fußballverband Knvb hofft. Robben hatte sich bei der WM in Südafrika schwer verletzt und wird den Bayern voraussichtlich erst in der Rückrunde wieder zur Verfügung stehen.

Rummenigge will "mehr Einfluss"

Auch mit dem internationalen Kalender sind die Klubs laut Rummenigge nicht einverstanden. "Wir wollen in Zukunft deutlich mehr Einfluss auf den internationalen Terminkalender nehmen. Wir glauben, dass das allen Klubs in Europa sehr wichtig ist", so Rummenigge. Zur Verdeutlichung ihrer Ziele bezüglich Abstellung und Terminen verabschiedeten die ECA-Mitglieder eine Resolution.

Die ECA, die 63 neue Klubs aufnahm und damit ihre Mitgliederzahl auf 197 steigerte, stellte zudem ein neues Hilfsmittel zur finanziellen Selbstkontrolle der Vereine vor. Damit soll den Klubs dabei geholfen werden, nicht gegen das von der Uefa eingeführte "Financial Fair Play" zu verstoßen.

Uefa im Kampf gegen Schuldenmacher

Mit der Maßnahme, die nach einer Übergangsfrist ab der Saison 2012/13 greifen soll, kämpft die Uefa gegen Schuldenmacher. Innerhalb von drei Jahren dürfen Klubs maximal 45 Mill. Euro Verluste schreiben. Ansonsten droht im Extremfall der Ausschluss von den Europacup-Wettbewerben.

Das Urteil über die erste Saison der neuen Europa League fiel bei den ECA-Mitgliedern positiv aus. In Gesprächen über die Durchführung der Europa- und Champions-League-Wettbewerbe ab der Saison 2012/13 waren sich die Deligierten einig, dass keine grundsätzlichen Umstrukturierungen nötig sind. Einzige Ausnahme könnte die Qualifikation für die Europa League sein. Aus kommerziellen Gründen soll in einigen Ländern eventuell die direkte Qualifikation für die Gruppenphase ermöglicht werden.

© SID

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