Fußball International
Schlammschlacht zwischen Vogts und Matthäus

Via Medien liefern sich Berti Vogts und Lothar Matthäus eine echte Schlammschlacht. Vogts, der Matthäus einst zurückgeholt hatte, unterstellt diesem jetzt "Selbstüberschätzung".

Während ihre Trainerkarrieren mit den Stationen Aserbaidschan und Maccabi Netanya gerade neue Höhen erklimmen, liefern sich Ex-Bundestrainer Berti Vogts und Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus eine verbale Schlammschlacht. "Ich hätte gedacht, dass er im DFB-Sonderlehrgang dazugelernt hat. Doch Matthäus leidet an Selbstüberschätzung", sagte der 61-Jährige der Bild-Zeitung (Dienstag-Ausgabe) über seinen ehemaligen Schützling, der zurzeit den Trainerschein macht.

Im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) hatte der fünfmalige WM-Teilnehmer Matthäus zuletzt geklagt: "Ich hatte Pech, dass mich Berti Vogts aus mysteriösen Gründen drei Jahre nicht berücksichtigt hat. Er hat mir drei Jahre geraubt. Sonst wäre ich auf 180 oder mehr Länderspiele gekommen, dann wäre es vielleicht ein Rekord für die Ewigkeit gewesen."

Dazu Aserbaidschans Nationaltrainer Vogts: "Lothar hat eher 50 Länderspiele zuviel gemacht. Matthäus hat offensichtlich vergessen, dass ich ihn trotz härtesten Widerstandes zurück in die Nationalelf geholt habe." Vogts war von 1990 bis 1998 Chefcoach des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Im Vorfeld der EM 1996 hatte der Weltmeister von 1974 den Kapitän der deutschen Weltmeistermannschaft von 1990 aussortiert. Von Dezember 1994 bis Mai 1998 fand Matthäus keine Berücksichtigung. Erst vor der WM 1998 in Frankreich feierte der Franke unter Vogts sein Comeback im DFB-Team.

© SID

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