Fußball International: "Super Eagles" binden Vogts langfristig

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"Super Eagles" binden Vogts langfristig

Berti Vogts hat als nigerianischer Nationaltrainer einen Vertrag mit Laufzeit von dreieinhalb Jahren erhalten. "Meine Aufgabe ist es, Nigeria zum Afrika-Cup 2008 und zur WM-Endrunde 2010 zu führen", sagte Vogts.

Der nigerianische Fußballverband hat mit Berti Vogts offenbar einiges vor. Der ehemalige Bundestrainer und neue Nationalcoach der "Super Eagles" hat einen langfristigen Vertrag über dreieinhalb Jahre bis nach der WM 2010 in Südafrika unterschrieben. Dies gab der 60-Jährige offiziell bekannt. "Das ist eine Riesenherausforderung für mich. Es wartet viel Arbeit, aber ich freue mich darauf", erklärte der Weltmeister von 1974, der sich am Dienstagabend in London bei der 1:4-Niederlage Nigerias gegen Ghana als Augenzeuge auf der Tribüne einen Eindruck von der Schwere seiner Aufgabe machen konnte.

"Ich möchte auch ein Future-Team aufbauen"

Seine Feuertaufe als neuer Auswahlcoach Nigerias erlebt Vogts am 24. März beim Afrika-Cup-Qualifikationsspiel vor heimischer Kulisse gegen Uganda. Der Auftrag für den Europameister-Coach von 1996 ist klar. "Meine Aufgabe ist es, Nigeria zum Afrika-Cup 2008 und zur WM-Endrunde 2010 zu führen", erklärte Vogts. Die WM 2006 in Deutschland hatte der Olympiasieger von 1996 gegen Außenseiter Angola verpasst.

Der 96-malige deutsche Nationalspieler, der zwischen 1965 und 1 979 419 Bundesligaspiele (33 Tore) für Borussia Mönchengladbach bestritt, sieht sich allerdings auch als ein Entwicklungshelfer in Sachen Fußball: "Ich möchte auch ein Future-Team aufbauen, in dem nur Spieler, die noch in Nigeria spielen, eingesetzt werden." Vogts wird zwischen Europa und Nigeria "hin- und herpendeln, denn die meisten meiner Nationalspieler spielen in Europa". Offizieller Dienstantritt soll der 1. März sein.

Beim Länderspiel gegen Ghana verzichtete Vogts darauf, engeren Kontakt zu seiner neuen Mannschaft aufzunehmen. Assistenztrainer Austin Eguavoen stand noch in der Verantwortung. Allerdings hatte der ehemalige Cheftrainer des Deutschen Fußball-Bundes (DFB/1990 bis 1998) mit Starspieler Nwankwo Kanu (FC Portsmouth) ein Gespräch geführt.

Verbands-Präsident plaudert Höhe des Gehalts aus

Ein wenig überrascht dürfte Vogts gewesen sein, als Verbands-Präsident Sani Lulu vor kurzem das Gehalt seines leitenden Angestellten auf einer Pressekonferenz bereits vor der Vertragsunterschrift von Vogts offiziell bekannt gab. Angeblich soll Hans-Hubert Vogts 50 000 Euro pro Monat erhalten, wobei das Salär komplett vom Verbands-Hauptsponsor Globacom übernommen werde. Dies solle gewährleisten, dass die Zahlungen an Vogts auch pünktlich erfolgen.

Vor seiner Aufgabe als nigerianischer Nationaltrainer war Vogts auch als Auswahlcoach Kuwaits (12. August 2001 bis 13. Februar 2002) und als Teammanager Schottlands (1. März 2002 bis 1. November 2004) tätig.

"Entscheidungsgewalt über alle Auswahlmannschaften"

Der nigerianische Verband setzte offenbar von Anfang an voll auf die Karte Vogts, obwohl weitere namhafte Trainer im Gespräch waren. "Bereits bei den ersten Gesprächen vor vier Monaten habe ich das Gefühl gewonnen, dass mir Vertrauen entgegengebracht wird. Es kam ja nicht von meiner Seite, einen langfristigen Vertrag bis 2010 zu unterzeichnen. Daran sieht man, dass der Verband bis zur WM mit mir plant. Darüber hinaus soll ich neue Strukturen schaffen, mich permanent mit der U21, U19 und U17 auseinandersetzten. Ich habe praktisch Entscheidungsgewalt über alle Auswahlmannschaften", sagte der Ex-Bundestrainer unlängst in einem Interview.

© SID

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