Fußball International
Terry und Gerrard treffen gegen die USA

Englands Nationalmannschaft hat in einem Freundschaftsspiel die USA 2:0 (1:0) besiegt. Die Treffer für die "Three Lions" erzielten John Terry und Steven Gerrard.

Erleichterung bei John Terry: Noch vor einer Woche wollte er nach seinem Elfmeterfehlschuss im Finale der Champions League gar nicht mehr aufhören zu weinen, doch nach dem 2:0 (1:0) im Länderspiel gegen die USA hat der Abwehrchef der englischen Nationalmannschaft sein Lächeln wiedergefunden.

"Ich habe heute Abend gezeigt, dass ich ein großer Mann bin", sagte Terry, der die Three Lions mit seinem Kopfballtor in Führung gebracht hatte (38.). Er habe eine schwere Woche gehabt, seit sein Fehlschuss das Endspiel zwischen seinem FC Chelsea und Manchester United mitentschieden hatte, sagte der 27-Jährige: "Aber zurück in den Alltag zu kommen hat mir sehr gut getan." Das Tor erst recht.

Lob von Capello

Teamamanger Fabio Capello, der im dritten Spiel seinen zweiten Sieg feierte, lobte Terrys "gute Leistung. Ich bin sehr glücklich, weil ich von ihm das gesehen habe, was ich sehen wollte. Er ist der geborene Anführer." Wohl auch darum hatte Capello Terry für dieses eine Spiel zum Kapitän gemacht. Wer den Weltmeister von 1966 in der Zukunft auf den Platz führen soll, steht aber noch nicht fest.

David Beckham wird es nicht sein, obwohl der US-Legionär bei seinem 101. Einsatz für England ordentlich spielte. Viel wichtiger als seine eigene Leistung war "Becks" aber verbales Schulterklopfen für Terry. "Wenn er den Platz betritt, zeigt er, was für ein Mann er ist. Er ist stark genug, diese Sache zu vergessen", sagte er.

Terry ist also zurück, und auch Steven Gerrard, der mit seinem Treffer den Endstand herstellte (59.), zeigte auf der ungeliebten linken Mittelfeldseite eine gute Leistung. Capello sprach von einem "Schritt nach vorne", doch die Experten hegen Zweifel.

England "eher feige denn löwenstark"

Die Boulevardzeitung Sun bezeichnete das urenglische 4-4-2 als "eher feige denn löwenstark" und meinte: "England muss sich darauf einstellen, gelangweilt zu werden."

Der Guardian sah ein "sehr englisches, statisches England", und die Daily Mail bilanzierte: "Gleiches, altes Team, gleiche, alte Taktik. Von einem Team mit Beckham und Defoe wird man kaum erwarten, dass es in zwei Jahren Weltmeister wird." Da hilft auch ein lächelnder Terry nicht weiter.

© SID

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