Fußball International
Tevez erteilt Nationaltrainer Maradona Ratschläge

Carlos Tevez, Stümerstar von "Manu", hat Neu-Nationaltrainer Maradona geraten, seinen Verstand zu benutzen: "Diego muss jetzt mit dem Kopf denken, nicht mit dem Herzen."

Als einer der ersten Starspieler der argentinischen Nationalmannschaft meldete sich Carlos Tevez nach der Berufung Diego Maradonas zum neuen Nationaltrainer mit scharfen Tönen und einem guten Rat für seinen Chef zu Wort. "Diego muss jetzt mit dem Kopf denken, nicht mit dem Herzen", sagte der Stürmer des englischen Meisters Manchester United in einem Interview mit dem argentinischen Radiosender La Red.

"Komme nicht wegen des Geldes"

Tevez warnte zudem: "Es ist schwierig eine Gruppe, wie wir es sind, zu führen, da ja jeder von uns in seinem Klub ein Star ist." Der 24-Jährige fühlte sich auch von Maradonas Vorwurf, dass die Spieler Ruhm gegen Geld tauschen, nicht angesprochen. "Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich komme nicht wegen des Geldes zur Nationalmannschaft, denn hier bezahlt mich keiner", so Tevez.

Auch die Ankündigung Maradonas, wieder verstärkt Profis im Heimatland zu berücksichtigen, fand beim "Manu"-Profi wenig Gegenliebe. "Ich sage nicht, dass es in Argentiniens Liga keine guten Spieler gäbe, aber in Europa sind die Besten", meinte "El Apache".

Versöhnende Worte von Barca-Star Lionel Messi

Der von Maradona jüngst wegen seiner eigensinnigen Spielweise getadelte Lionel Messi geht dagegen auf Schmusekurs zum neuen Gaucho-Coach. "Das sind halt Dinge, die er einfach so sagt. Ich weiß, dass er mich schätzt, und bin ihm deshalb nicht böse", bekannte der Star des FC Barcelona gegenüber Italiens Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport. Vor allem die Generation, die in Peking Olympia-Gold geholt habe, sei auf einem guten Weg und stimme ihn optimistisch.

Debüt am 11. Februar gegen Frankreich

Maradona selbst ging derweil auf seine Kritiker los. "Unerfahren als Trainer - da muss ich ja lachen. Ich habe fast 20 Jahre in argentinischen Auswahlmannschaften auf dem Buckel. Der Fußball hat sich nicht geändert. Das heiße Wasser ist schon längst erfunden", sagte der Weltmeister-Kapitän von 1986, der Mitte der 90er-Jahre bei zwei heimischen Klubs in insgesamt 23 Spielen eher unglücklich das Ruder führte.

Zudem fühle sich "El Diez" sehr ruhig, da er Carlos Bilardo, "der ein äußerst großer Trainer ist", als Teammanager an seiner Seite wisse. Sein Debüt auf der "Albiceleste"-Bank wird der 48-Jährige am 11. Februar des nächsten Jahres beim Freundschaftsspiel gegen Frankreich in Marseille geben.

© SID

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