Fußball International
Türkische Fans bedrohen Huggel

Auf seiner Internetseite hat der Schweizer Nationalspieler Benjamin Huggel Morddrohungen von türkischen Fans erhalten. Hintergrund sind die Auschreitungen nach dem WM-Play-off-Spiel in Istanbul.

Nach den skandalösen Vorfälle nach dem WM-Play-off-Spiel in der Türkei muss Benjamin Huggel nun sogar um sein Leben fürchten. Der Schweizer Nationalspieler hat auf seiner eigenen Internetseite Morddrohungen erhalten. Bei dem Skandalspiel hatte sich die Schweiz trotz einer 2:4-Niederlage (Hinspiel: 2:0) für die Endrunde im kommenden Jahr in Deutschland qualifiziert. Huggel hatte in den Tumulten direkt nach dem Abpfiff den türkischen Co-Trainer Mehmet Ozdilek getreten und wurde in den türkischen Medien als Provokateur gebrandmarkt.

Rolf Buser, Webmaster der Homepage und langjähriger Freund des Profis, erklärte dem Kölner Express: "Allein am Donnerstag waren 4 500 Einträge zu verzeichnen. In etlichen wurde zur Gewalt gegen Benjamin und seine Familie aufgerufen. Zum Teil wurden sogar Morddrohungen ausgesprochen. Viele User wiesen sich ganz klar als türkische Fans aus."

Huggel, der aufgrund seiner Verfehlung mit einer Strafe durch den Weltverband Fifa rechnen muss, kam am Samstag für Frankfurt nur zu einem Kurzeinsatz in Mainz und verließ wortlos das Stadion. "Das hat alles nichts mehr mit Fußball zu tun. Jetzt weiß ich, warum er so nachdenklich war", sagte Trainer Friedhelm Funkel zu den Drohungen gegen seinen Profi und dessen Familie.

© SID

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