Fußball International
Ukraines Nationaltrainer Blochin nimmt seinen Hut

Oleg Blochin hat die Konsequenzen aus der verpassten EM-Qualifikation gezogen. Der 55-Jährige trat von seinem Amt als Trainer der ukrainischen Nationalmannschaft zurück.

Oleg Blochin ist nicht länger Trainer der ukrainischen Nationalmannschaft. Der Coach zog die Konsequenzen aus der verpassten Qualifikation zur Europameisterschaft 2008 in der Schweiz und Österreich und ist von seinem Amt zurückgetreten.

Auch "alle Assistenten gehen"

"Mein Rücktritt ist beschlossen. Mit mir gehen auch alle meine Assistenten", sagte der frühere Weltklassestürmer von Dynamo Kiew am Rande eines Vorstandstreffens des ukrainischen Fußball-Verbandes in Kiew.

Blochins Mannschaft hatte die EM-Qualifikation in der Gruppe B auf dem vierten Tabellenplatz mit zwölf Punkten Rückstand auf Gruppensieger Italien und neun Punkte hinter dem Zweiten Frankreich beendet und damit das große Ziel verpasst. Bei der WM 2006 in Deutschland konnte die Ukraine unter Blochin noch überzeugen und scheiterte erst im Viertelfinale mit 0:3 am späteren Weltmeister Italien.

Der 55 Jahre alte Blochin, der in 112 Länderspielen für die Sowjetunion 42 Tore erzielt hatte und im Jahre 1975 zu "Europas Fußballer des Jahres" gewählt worden war, trat sein Amt als ukrainischer Nationaltrainer im Jahr 2003 an.

Gerüchte über eine Ablösung gab es schon länger. Vor zwei Wochen wurde auch Deutschlands Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus als möglicher Nachfolger gehandelt. Matthäus hatte mit seinem Besuch beim EM-Qualifikationsspiel der Ukraine gegen Frankreich (2:2) eine Diskussion um die mögliche Nachfolge entfacht.

© SID

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