Fußball International
Weltmeister Italien patzt gegen Kroatien

Bei seinem ersten Länderspiel nach der WM 2006 hat Weltmeister Italien eine 0:2 (0:2)-Niederlage gegen Kroatien kassiert. Auch Brasilien und Tschechien enttäuschten bei ihren Auftritten in Testpartien.

Im Gegensatz zum deutschen Nationalteam lief es für einige andere große Fußball-Nationen beim ersten Auftritt nach der WM 2006 noch nicht rund. WM-Champion Italien fehlte ohne die Helden von Berlin der Glanz, Rekordweltmeister Brasilien startete in die Ära Carlos Dunga mit einer kleinen Enttäuschung, und auch auf die deutschen Gruppengegner in der EM-Qualifikation wartet noch viel Arbeit.

38 Tage nach dem WM-Finale kassierte die B-Elf der Italiener eine 0:2 (0:2)-Niederlage gegen Kroatien, Roberto Donadoni verpatzte das Debüt als Nationaltrainer. Lediglich Ersatztorwart Marco Amelia (AS Livorno) war aus dem WM-Kader der Italiener im Einsatz. Das B-Team konnte die Ausfälle nicht kompensieren, die Treffer für Kroatien erzielten Eduardo da Silva (27.) und Luka Modric (42.).

Nedved tritt mit Niederlage ab

Niederlagen setzte es für die kommenden deutschen Gegner. Zweieinhalb Wochen vor dem Duell in Stuttgart kassierte Irland eine deutliche 0:4 (0:2)-Niederlage gegen die Niederlande. Tschechien, der vermeintlich stärkste DFB-Gegner um einen der zwei EM-Tickets, verlor daheim gegen Serbien mit 1:3 (1:1) und verabschiedete Superstar Pavel Nedved mit einer Niederlage von der internationalen Bühne. Auch Zypern, Außenseiter in Gruppe D, ging beim 0:2 (0:2) in Rumänien leer aus.

Im tschechischen Uherske Radiste gab es für Nedved in seinem 90. und letzten Länderspiel kein Happy-End. Dabei waren zunächst die Gastgeber durch Bundesligaprofi Jiri Stajner (Hannover 96) in Führung gegangen (3.). Danko Lazovic leitete kurz vor der Pause die Wende ein (41.), ehe der Berliner Stürmer Marko Pantelic im ersten Spiel der Nationalmannschaft Serbiens nach der Abspaltung von Montenegro die Gäste auf die Siegerstraße brachte (54.). Den Schlusspunkt setzte Aleksandar Trisovic (74.).

Auch Irland ist noch auf der Suche nach der Bestform. Die Niederlande kam durch zwei Treffer von Klaas Jan Huntelaar (25., 53.) sowie die England-Legionäre Arjen Robben (41.) und Robin van Persie (70.) mühelos zum Sieg.

England fertigt Greichenland ab

Einen starken Eindruck hinterließ England unter dem neuen Teammanager Steve Mcclaren. Die "Three Lions" fertigten ohne den nicht berücksichtigten Superstar David Beckham Europameister Griechenland mit dem deutschen Trainer Otto Rehhagel mit 4:0 (4:0) ab. Die Tore für das Team von Englands Teammanager Mcclaren, der nach dem Viertelfinal-Aus gegen Portugal bei der WM die Nachfolge des Schweden Sven-Göran Eriksson angetreten hatte, erzielten schon vor der Pause der neue Kapitän John Terry (14.) und Frank Lampard (30.) sowie Peter Crouch (35. und 42.).

Vize-Weltmeister Frankreich siegte in Bosnien, das durch Bundesligaprofi Sergej Barbarez (Bayer Leverkusen) in Führung gegangen war, mit 2:1 (1:1).

Den Erfolg brachte offenbar Guus Hiddink bei seinem Debüt auf der russischen Trainerbank mit, dank eines Treffers in der Nachspielzeit gab es ein 1:0 (0:0) gegen Lettland. Siege feierten auch EM-Gastgeber Schweiz (3:0 in Liechtenstein) sowie die WM-Zuschauer Türkei (1:0 in Luxemburg) und Dänemark (2:0 gegen Polen).

Belgien enttäuscht zum Start in EM-"Quali"

Eine große Enttäuschung erlebte dagegen Belgien zum Auftakt der EM-Qualifikation. Das Team um die beiden Bundesliga-Akteure Daniel van Buyten (Bayern München) und Vincent Kompany (Hamburger SV) kam gegen Kasachstan nicht über ein 0:0 hinaus. Der Qualifikations-Marathon von 308 Partien bis zur EM-Endrunde in Österreich und der Schweiz war zuvor mit einem 1:0-Sieg von Mazedonien in Estland gestartet worden. Außerdem kam in Gruppe B Georgien zu einem 6:0-Erfolg auf den Färöer.

Carvalho rettet Dunga-Debüt

Der frühere Stuttgarter Bundesligaprofi Dunga erzielte mit der "Selecao" beim 1:1 (0:0) in Norwegen nur einen Teilerfolg. In Oslo bewahrte Debütant Daniel Carvalho das brasilianische Starensemble mit dem Ausgleichstreffer (62.) vor einer Startpleite. Morten Gamst Pedersen von den Blackburn Rovers hatte die Gastgeber in Führung gebracht (51.). Die Brasilianer, die nun in vier Länderspielen gegen Norwegen immer noch ohne Sieg sind, waren allerdings ohne die vier Superstars Ronaldo, Ronaldinho, Kaka und Adriano (Trainingsrückstand) angetreten.

Treffsicher zeigte sich der Dortmunder Bundesliga-Profi Alexander Frei, der beim 3:0 von EM-Gastgeber Schweiz in Liechtenstein zwei Treffer erzielte.

© SID

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