Fußball International
Wieder Wirbel um Adriano

Inter Mailands Adriano war nach einem Länderspiel in seiner Heimat abgetaucht. Nach wilden Spekulationen gab sein Berater inzwischen bekannt, Adriano sei bei seiner Familie.

Brasiliens Fußballstar Adriano sorgt wieder für Ärger bei seinem Arbeitgeber Inter Mailand. Der 27-Jährige ist seit dem WM-Qualifikationsspiel der Selecao am vergangenen Mittwoch gegen Peru (3:0) ohne Nennung von Gründen abgetaucht. Erst am Sonntag gab Berater Gilmar Rinaldi bekannt, dass sein Klient bei seiner Familie in Rio de Janeiro weilt.

Zuvor war wild über den Aufenthaltsort des Stürmers sowie die Motive für den Verbleib in der Heimat spekuliert worden. Laut der Boulevard-Presse in Rio hatte sich der Nationalspieler in eine Favela geflüchtet, es machten gar Gerüchte über seine Ermordung in Zusammenhang mit der Jagd der Polizei auf einen lokalen Drogenboss die Runde.

Berater gibt Entwarnung, Mourinho zeigt Verständnis

"Alle spielen jetzt verrückt, nichts davon ist wahr. Adriano ist bei seiner Familie und wird noch einige Tage in Rio bleiben, um private Probleme zu lösen", erklärte Rinaldi. Welcher Art diese seien, wollte der Reservetorhüter der Brasilianer beim WM-Triumph 1994 jedoch nicht preisgeben.

Laut Inter-Trainer Jose Mourinho habe sich Adriano seit seiner Abreise nach Brasilien nicht mehr bei ihm gemeldet. Nach dem 1:0 am Sonntag bei Udinese Calcio sprach der Portugiese von einer "schwierigen Situation, vor allem für den Menschen Adriano, weniger für den Spieler Adriano", ohne jedoch ins Detail zu gehen.

© SID

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