Fußball Italien
Berlusconi verhindert Kollektivvermarktung

Die kollektive Vermarktung der TV-Rechte wird in Italiens Serie A nicht wieder eingeführt. Ministerpräsident Silvio Berlusconi stoppte mitsamt seiner Regierungspartei Forza Italia ein entsprechendes Gesetzesvorhaben.

Auch in Zukunft dürfte sich an der Zwei-Klassen-Gesellschaft in Italiens Serie A nichts ändern. Die Regierungspartei Forza Italia des Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi hat im Parlament ein Gesetzprojekt gestoppt, das die kollektive Vermarktung der TV-Rechte durch die Profi-Vereine wieder einführen sollte. Augenblicklich vermarktet sich jeder Klub selber.

Wegen eines Boykotts der Forza-Italia-Parlamentarier wurde die Debatte über die Abstimmung des Gesetzes im Parlament vertagt. "Da die Kammern wegen der Parlamentswahlen am 9. April bereits Ende Januar aufgelöst werden, wird über das Gesetz nicht abgestimmt werden", kritisierte Della Valle, Präsident des Erstligisten AC Florenz, der mit Maurizio Zamparini, Präsident von US Palermo, zur Revolte aufgerufen hatte.

14 Klubs der Serie A unterzeichneten ein Dokument, in dem sie die Wiedereinführung der kollektiven Verhandlungen der TV-Rechte forderten. "Die Arroganz von Berlusconi ist abscheulich", erklärte Della Valle und wies damit auf den Interessenskonflikt von Berlusconi als Politiker und Besitzer des AC Mailand hin.

Debatte eskaliert

Der Gesetzentwurf war von der rechten Alleanza Nazionale ausgearbeitet worden, um die Interessen der kleineren Vereine zu schützen, die in den Einzelverhandlungen nur einen geringen Teil des Geldes erhalten. Meister Juventus Turin, Vizemeister AC Mailand sowie Stadtrivale Inter Mailand teilen sich einen Großteil der Einnahmen durch die TV-Übertragungsrechte.

Die Debatte über die TV-Rechte war eskaliert, seitdem Berlusconis Mediengesellschaft Mediaset vor zwei Wochen ein Abkommen mit Juventus abgeschlossen hat. Dem Vertrag zufolge wird Mediaset "Juve" ab der Saison 2007/2 008 für zwei Spielzeiten 218 Mill. Euro für die Übertragungsrechte zahlen. Zudem besteht eine Option auf ein drittes Jahr.

© SID

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