Fußball Italien
Codacons fordert Schadenersatz von "Juve"

Wegen "moralischer Schäden" und Aktieneinbußen für die Fans verlangt der italienische Konsumentenschutzverband Codacons von Skandalklub Juventus Turin einen Rekord-Schadenersatz in Höhe von 260 Mill. Euro.

Skandalklub Juventus Turin droht Ärger mit dem italienischen Konsumentenschutzverband Codacons. Dieser verlangt vom Rekordmeister einen Rekord-Schadenersatz in Höhe von 260 Mill. Euro. Die Summe fordert der Verband wegen der Verwicklung von "Juve" in die ausgedehnte Manipulationsaffäre.

Codacons beklagt die "moralischen Schäden", die die unzähligen "Juve"-Tifosi wegen des Skandals erlitten hätten. Hunderte von Kleinaktionären des börsennotierten Klubs hätten außerdem enorme Summen wegen der Kurseinbrüche der "Juve"-Aktien an der Mailänder Börse verloren.

"Juve" fordert Wiedereingliederung in Serie A

Der Konsumentenschutzverband stemmt sich zudem gegen den Versuch von Juventus, mit einem Einspruch vor einem zivilen Verwaltungsgericht TAR in Rom den Zwangsabstieg in die Serie B zu vermeiden. "Juve" klagt vor dem TAR auf Aufhebung der Sportgerichtsurteile.

In seiner 53-seitigen Klageschrift forderte "Juve" die Wiedereingliederung in die Serie A sowie die Rückgabe der aberkannten Meistertitel 2005 und 2006. Die Turiner halten den gegen sie verhängten Zwangsabstieg in die Serie B mit 17 Strafpunkten sowie die Aberkennung der Titel für unverhältnismäßig hart, da die Mitangeklagten AC Mailand, AC Florenz und Lazio Rom in der Serie A bleiben durften.

Voraussichtlich am Donnerstag wird sich das Gericht in Rom mit "Juves" Eilantrag befassen, der den ohnehin schon auf den 9. September verschobenen Ligastart blockieren könnte.

Derweil hatte der Weltverband Fifa dem italienischen Verband Ficg mit dem Ausschluss des Weltmeisters und aller italienischen Vereine von den internationalen Wettbewerben gedroht, sollte "Juve" den Gang vor ein ordentliches Gericht wagen. Die Figc versuchte daraufhin, "Juve" mit der Ankündigung härterer Strafen als den bisher verhängten Sanktionen von dem Gang vor Gericht abzubringen - bislang allerdings erfolglos.

© SID

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