Fußball Italien
Doping-Vorwürfe gegen "Juve" nicht aus der Welt

Der Freispruch von Geschäftsführer Antonio Giraudo und Teamarzt Riccardo Agricola ist nur vorläufig: Der Anti-Doping-Ermittler Raffaele Guariniello will auch weiter gegen die Funktionäre von Juventus Turin vorgehen.

Ein Ende des Rechtsstreits zwischen Juventus Turin und den Turiner Anti-Doping-Behörden ist noch lange nicht abzusehen. Dem Geschäftsführer des italienischen Meisters, Antonio Giraudo, und Klubarzt Riccardo Agricola, die am Mittwoch von einem Gericht in Turin in zweiter Instanz von den Vorwürfen des Sportbetruges freigesprochen worden sind, droht ein weiterer Prozess. Der Turiner Anti-Doping-Ermittler, Raffaele Guariniello, der das Verfahren gegen die Spitze der "alten Dame" in die Wege geleitet hat, will beim Kassationsgericht, der dritten und letzten Instanz im italienischen Strafsystem, Einspruch gegen den Beschluss des Turiner Gerichts erheben, berichtete die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera" am Freitag. Es gäbe genügend Beweismaterial, um Agricola und Giraudo zu verurteilen, meint Guariniello.

Die Staatsanwaltschaft hatte beiden systematisches Doping von Spielern mit EPO (Erythropoetin) in den 90er Jahren vorgeworfen, als es in Italien noch kein Anti-Doping-Gesetz gab. Agricola war in erster Instanz sogar zu 22 Monaten Haft verurteilt worden. Das "Juve"-Management begrüßte den Freispruch. "Wir haben unsere Unschuld bewiesen, wer wird uns aber für die sieben Jahre Ermittlungen entschädigen, die wir haben erdulden müssen?", fragte Giraudo.

© SID

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