Fußball Italien
Figc-Präsident Rossi unter Beschuss

Italiens Verbandspräsident Guido Rossi ist nach seiner Ernennung zum Telecom-Italia-Chef heftig in die Kritik geraten. Das italienische NOK forderte nach einer Telefonkonferenz den Rücktritt des Wirtschaftsmanagers.

Unter Beschuss steht Italiens kommissarischer Verbandspräsident Guido Rossi wegen seines neuen Postens als Chef des Konzerns Telecom Italia. Präsident Gianni Petrucci vom Nationalen Olympischen Komitee für Italien (Coni) verlangte am Montag 48 Stunden nach einer Telefonkonferenz mit Rossi und Sportministerin Giovanna Melandri den Rücktritt des Wirtschaftsmanagers.

"Der Einsatz an der Spitze des Figc erfordert ein totales Engagement und ist mit der Führung eines großen Konzerns nicht zu vereinbaren", begründete Petrucci seine Forderung. Sollte Rossi nicht freiwillig zurücktreten, hat der Coni-Präsident bereits einen Misstrauens-Antrag angekündigt. Bereits am Dienstag will das Komitee über die Führungsfrage entscheiden. Als Favoriten auf die Rossi-Nachfolge gelten der Manager Vito Gamberale sowie die Fußball-Ikone Gianni Rivera.

Der 75-jährige Rossi, dem der neue Liga-Chef Antonio Matarrese kürzlich mangelnden Fußball-Sachverstand vorgeworfen hatte, glaubt hingegen, dass er die Doppel-Funktion ohne Einschränkungen ausüben kann. Das Amt des Telecom-Chefs sei mit jenem des Verbandspräsidenten verträglich, hatte er im Telefongespräch argumentiert.

Ministerin Melandri scheint bislang an dem Mailänder festhalten zu wollen, da die Politikerin für den Fall seines Abgangs eine Unterbrechung des Erneuerungsprozesses im italienischen Fußball nach dem Chaos der vergangenen Monate fürchtet. Melandri will in Kürze ein persönliches Gespräch mit dem amtierenden Verbands-Chef führen, der als Nachfolger des im Zuge des Skandals zurückgetretenen Franco Carraro einen Vertrag zunächst bis November erhalten hatte und eine Verlängerung bis zum Saisonende anpeilt.

© SID

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