Fußball Italien
Gähnende Leere in Italiens Stadien

Der italienische Manipulationsskandal wird sich auch in den Stadien der am Wochenende beginnenden Serie A deutlich bemerkbar machen. Die meisten Vereine mussten erhebliche Einbrüche im Dauerkartenverkauf hinnehmen.

Die Tifosi zeigen ihren Weltmeistern die Rote Karte. Zumindest wenn man nach dem Dauerkartenverkauf für die am Wochenende beginnenden Serie A geht, muss man zu dieser Annahme kommen. In der Saison nach dem größten Manipulationsskandal der italienischen Fußball-Geschichte vermeldet der darin involvierte AC Mailand einen Rückgang von 19 000 Saisontickets auf derzeit 31 700 Karten. In der vergangenen Saison hatten sich noch 50 397 Fans ein Abonnement für das Giuseppe-Meazza-Stadion gesichert.

Auch der AS Rom und Lazio Rom befürchten einen starken Zuschauerschwund in den Stadien, was zum Teil auch dem Erfolg des Pay-TV-Senders Sky Italia zuzuschreiben ist, der die Serie-A-Spiele ausstrahlt.

Auch in Rom und Florenz bleiben die Tifosi fern

Der AS Rom, der vom Skandal verschont geblieben war, klagt über einen Rückgang von mindestens 20 Prozent der Dauerkarten, die sich in der vergangenen Saison noch auf 25 118 beliefen. 2001, als die Roma ihren dritten Meisterschaftstitel eroberte, hatte der Verein von Kapitän Francesco Totti noch 46 281 Saisontickets absetzen können. Der AC Florenz, der wegen der Verwicklung in den Skandal die Meisterschaft mit einem Punkte-Handicap beginnen muss, meldete bisher nur 11 000 Dauerkartenbesitzer, die Hälfte der Zahl der vergangenen Spielzeit.

Einzige Ausnahme ist Meister Inter Mailand. Der Traditionsklub, der den Titel am grünen Tisch von Juventus Turin zuerkannt bekam, hat im Sommer eine massive Werbekampagne gestartet, um Tifosi zu bewegen, den Klub zu unterstützen. Der Mailänder Verein setzt dabei auf die Sauberkeit des Klubs, dem keine Manipulationen nachgewiesen wurden. "Ich bin stolz, Inter-Fan zu sein", lautete die Spot-Kampagne. Die Lombarden rechnen bis Ende der Abonnementkampagne am 25. September mit mindestens 41 000 Dauerkartenkunden.

© SID

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