Fußball Italien
Hooligans attackieren Milans Galliani

Hooligans haben nach der Partie zwischen SSC Neapel und AC Mailand Milan-Geschäftsführer Adriano Galliani angegriffen. Der 63-Jährige war mit dem Auto unterwegs zum Flughafen.

Adriano Galliani, Geschäftsführer des italienischen Erstligisten AC Mailand, ist nach dem 0:0 des Ex-Meisters beim SSC Neapel am Sonntagabend von einer Hooligan-Gruppierung angegriffen worden. Gallianis Auto war mit Polizei-Eskorte vom San-Paolo-Stadion zum Flughafen Neapel unterwegs, als der Wagen von etwa 50 Hooligans auf einer Umgehungsstraße angehalten wurde.

Die Krawallmacher bewarfen das Auto mit Steinen, Galliani wurde beschimpft und bespuckt, ein Reifen des Autos wurde zerstochen. Die Polizei, die Galliani eskortierte, musste eingreifen.

Der 63-jährige Galliani wurde vom Innenministerium unter Polizeischutz gestellt, nachdem in den vergangenen Monaten zahlreiche Drohungen aus Kreisen der Ultra-Fangruppierung eingegangen waren. Die Beziehungen zwischen dem AC und den Ultras des Klubs sind angespannt. Die Mailänder Polizei hatte kürzlich einige Ultra-Anhänger festgenommen, die die Klub-Führung erpresst haben sollen. Rund 100 Hooligans des AC waren Mitte Dezember in das TV-Studio der Mailänder Gruppe Mediaset eingedrungen und hatten gegen die teuren Ticketpreise protestiert.

Bereits vor dem Spiel in Neapel war es zu Auseinandersetzung zwischen Milan- und SSC-Anhängern gekommen. Neapel-Hooligans hatten Gästefans angegriffen, einige Personen wurden leicht verletzt.

© SID

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