Fußball Italien
Innenminister bestätigt 33 Festnahmen in Catania

Bei der Krawalle rund um das Derby zwischen Catania und Palermo sind am Freitag 33 Personen festgenommen worden. Dies erklärte Innenminister Giuliano Amato. Die Umstände des Polizisten-Mordes sind derweil weiter unklar.

Der italienische Innenminister Giuliano Amato hat bei einer Ansprache im Parlament weitere Details über die Krawalle in Catania am vergangenen Freitag bekantt gegeben. Demnach wurden bei den schweren Auseinandersetzungen während des sizilianischen Derbys gegen Palermo 33 Personen festgenommen, elf davon sind Minderjährige.

Der Minister berichtete weiter, dass die Umstände des Mordes an dem Polizisten Filippo Raciti noch unklar seien. Der 38-Jährige sei wahrscheinlich durch einen Stein getötet worden. Die Polizei habe in Hooligan-Kreisen Drogen, Eisenstangen und Ketten beschlagnahmt. Viele Verdächtige konnten dank der Videoaufnahmen identifiziert werden.

"Vororte sind unter Kontrolle der Kriminalität"

"Die Vororte von Catania sind wie die Bronx von New York unter Kontrolle der Kriminalität. Die Väter vieler Jugendlichen sitzen hinter Gittern. Für sie ist der Polizist ein Feind", berichtete Amato. Er prophezeite, dass die Zahl der Verletzten unter den Sicherheitskräften in der laufenden Meisterschaft voraussichtlich wieder ansteigen werde. Seit Beginn der Saison seien 228 Polizisten verletzt worden, in der Meisterschaft 2005/2 006 waren es 158 gewesen.

Der Minister beschuldigte die Fußballklubs, die geforderten Sicherheitsvorkehrungen zu ignorieren. "Ich werde nie wieder die Austragung von Spielen in Stadien erlauben, die nicht den Sicherheitsstandards entsprechen. Wir müssen auch dem Druck der Klubs widerstehen, die die Fortsetzung der Meisterschaft verlangen, weil zu viele wirtschaftlichen Interessen auf dem Spiel stehen und die Show weitergehen muss. Wir haben die Pflicht, diesem Druck zu widerstehen", erklärte der Minister.

Nur fünf Serie-A-Stadien erfüllen Anforderungen

Unklarheit herrscht derzeit noch über die Stadien, die den Sicherheitsstandards entsprechen und in denen daher überhaupt nach derzeitigem Stand Meisterschaftsspiele ausgetragen werden können. Nach Angaben des italienischen Unterstaatssekretärs im Justizministerium, Luigi Scotti, sollen lediglich fünf der Serie-A-Stadien im Land des Fußball-Weltmeisters den neuen Sicherheitsvorschriften entsprechen.

Scotti nannte die fünf Stadien allerdings nicht. Italienische Medien berichteten, dass es sich um die Olympiastadien in Rom und Turin, das Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion sowie die Spielstätten von Palermo und Siena handle. Die Stadien von Ascoli, Bergamo, Verona, Udine und Catania, wo sich der tödliche Anschlag auf den Polizisten Filippo Raciti ereignet hatte, können die Standards angeblich nicht erfüllen.

© SID

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