Fußball Italien
„Juve"-Aufsichtsrat arbeitet an Sparprogramm

Der Aufsichtsrat von Juventus Turin arbeitet an einem Sanierungsplan zur Schuldenreduzierung. Nach dem Zwangsabstieg in die Serie B sollen sich die derzeitigen Verluste der Turiner laut Gazzetta dello Sport auf 36,5 Mill. Euro belaufen.

In der Saison 2006/2 007 sollen durch den Verkauf einiger namhafter Spieler 77,2 Mill. Euro aufgetrieben werden. Außerdem möchte man künftig 30 Mill. Euro pro Jahr an Spielergehältern einsparen. Zuletzt war über einen Transfer von Italiens Weltmeistertorhüter Gianluigi Buffon von Juventus zum englischen Meister FC Chelsea spekuliert worden, da bei den Londonern der tschechische Nationaltorhüter Petr Cech auf Grund eines Schädelbruchs noch lange ausfällt.

Die Ausgabenkürzungen bei der "alten Dame" aus Turin sind notwendig geworden, da Juventus nach dem Zwangsabstieg mehrere Sponsoren verloren hat. Die Anzahl der Sponsoren reduzierte sich nach der Verwicklung in den Fußball-Skandal von 64 auf 48.

130 Mill. Euro Verlust durch den Zwangsabstieg

Der Erdölkonzern Tamoil, der sich 2005 verpflichtet hatte, Juve über zehn Jahre 240 Mill. Euro zu zahlen, drängt auf eine Neuverhandlung des Vertrags. Bis Dezember wird der niederländische Erdölkonzern unter Kontrolle der Familie des libyschen Revolutionsführers Muammar El Gaddafi bekannt geben, ob er Juventus überhaupt noch finanziell unterstützen wird.

Zugleich muss Juventus wegen des Ausschlusses von der Champions League mit fehlenden Einnahmen von mindestens 20 Mill. Euro rechnen. Juventus Turin hat den finanziellen Verlust durch den Zwangsabstieg mit 130 Mill. Euro taxiert.

54,3 Prozent seines Umsatzes erwirtschaftet der Turiner Klub aus der Vermarktung der TV-Übertragungsrechte. 25 Prozent des Umsatzes verdankt er Sponsoren und Merchandising. Lediglich 9,9 Prozent des Umsatzes ist dem Verkauf der Eintrittskarten für die Juve-Heimspiele zuzuschreiben.

© SID

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