Fußball Italien
"Juve" und Co. wollen erneute Berufung

Nach dem abgemilderten Urteil im italienischen Fußball-Skandal sind die betroffenen Vereine Juventus Turin, Lazio Rom und AC Florenz offenbar auf den Geschmack gekommen. Alle drei kündigten eine erneute Berufung an.

Wer dachte, dass die Akte des italienischen Fußball-Skandals mit dem abgemilderten Urteil geschlossen werden könnte, der hat sich getäuscht. Anstatt mit dem Ergebnis zufrieden zu sein, will Rekordmeister Juventus Turin weiter prozessieren und damit den Zwangsabstieg doch noch verhindern. Der für den 27. August geplante Saisonstart scheint derzeit hochgradig gefährdet. "Dieses Urteil ist ein Skandal. Juve zahlt für alle. Wir werden auch beim Olympiaverband Coni Einspruch einreichen. Wir werden nicht halt machen, bis dieses Urteil rückgängig gemacht wird", sagte Juve-Präsident Giovanni Cobolli Gigli.

Neben Juve haben auch der AC Florenz und Lazio Rom eine erneute Berufung angekündigt. Der AC Mailand, der nach dem neuen Urteil sogar wieder an der Champions-League-Qualifikation teilnehmen darf, hielt sich mit Berufungsankündigungen dagegen bislang zurück.

Das Sportgericht des italienischen Fußball-Verbandes hatte am Dienstag den Zwangsabstieg von Juventus und die Aberkennung der letzten beiden Meistertitel bestätigt, die Anzahl der Strafpunkte zu Saisonbeginn aber von 30 auf 17 reduziert. Florenz, das mit 19 Minuspunkten startet, und Lazio (11) dürfen unterdessen weiter in der Serie A spielen.

Verbandschef Rossi denkt an Rücktritt

Derweil haben die abgemilderten Urteile den kommissarischen Präsident des Fußballverbandes (Figc), Guido Rossi, offenbar dazu bewogen, über einen Rücktritt nachzudenken. Das berichten die italienischen Medien übereinstimmend. Frustriert reagierte auch Staatsanwalt Stefano Palazzi, der für den Skandalklub Juventus den Abstieg in die Serie C und für Lazio und Florenz den Gang in die Serie B gefordert hatte. "Ich bin mit diesen Urteilen nicht einverstanden. Die Richter haben nicht zugeben wollen, dass auch Lazio und Fiorentina sich für Sportbetrug verantwortlich gemacht haben", kommentierte Palazzi.

© SID

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