Fußball Italien
Kaka-Wechsel nach Madrid offenbar perfekt

Dem Wechsel des Brasilianers Kaka vom AC Mailand zu Real Madrid steht offenbar nichts mehr im Weg. Dem "unmoralischen Angebot" von 70 Mill. Euro könne man nicht widerstehen.

Der Wechsel des brasilianischen Superstars Kaka vom AC Mailand zu Real Madrid scheint so gut wie beschlossen. Die Klubbosse des italienischen Renommierklubs gaben zu, dem "unmoralischen Angebot" des spanischen Rekordmeisters wohl nicht widerstehen zu können.

"Wir können uns nicht erlauben, 70 Mill. Euro zu verlieren. Hinter Kakas Transfer stehen ausschließlich wirtschaftliche Motivationen. Wir haben alle ein Herz, doch wenn das Angebot derart hoch ist, muss sich auch ein großes Herz mit Zahlen auseinandersetzen", sagte Milans Geschäftsführer Adriano Galliani der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport" am Donnerstag.

Kaka wollte nicht zu "Mancity"

Im Februar hatte Milan noch ein Angebot von Manchester City für den ehemaligen Weltfußballer in Höhe von offiziell 110 Mill. Euro ablehnen müssen. "Damals wollte Kaka nicht gehen, diesmal wäre er mit einem Wechsel zu Real einverstanden", erklärte Galliani.

Diese Aussage legt den Verdacht nahe, dass der FC Chelsea, der in Poker um den 27-Jährigen mit der Rekordablöse von 80 Mill. Euro eingestiegen war, aus dem Rennen ist. Milan-Klubbesitzer und Regierungschef Silvio Berlusconi wollte sich zum bevorstehenden Sensations-Transfer nicht konkret äußern. "Ich werde mich mit Kaka erst am Montag treffen", sagte der Premierminister lediglich.

Topstürmer soll kommen

Einen Ausverkauf beim italienischen Vizemeister soll es laut Galliani aber nicht geben: "Wir verkaufen Kaka, es wird aber ein großer Stürmer kommen." Namen wollte er nicht nennen, nur einen Transfer von Cristiano Ronaldo von Manchester United schloss er aus.

Real habe finanziell und wirtschaftlich einfach die besseren Voraussetzungen, erklärte Galliani und warnte vor einem Niedergang des italienischen Vereinsfußballs: "Die Wurzel des Problems ist rein wirtschaftlich. Italien hat an Wettbewerbsfähigkeit verloren. Die Serie A muss kämpfen, um sich nicht von anderen Meisterschaften überragen zu lassen."

© SID

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