Fußball Italien: Keine Zwischenfälle in Italien - Favoriten siegen

Fußball Italien
Keine Zwischenfälle in Italien - Favoriten siegen

Am "Geisterspieltag" in der Serie A haben sich die Favoriten keine Blöße gegeben. Spitzenreiter Inter Mailand gewann 2:0 in Chievo, der AS Rom 3:0 gegen Parma, und Ronaldo gab beim 2:1 gegen Livorno sein Debüt für Milan.

Die italienische Serie A ist nach den chaotischen Vorfällen der vergangenen Wochen mit einem Spieltag ohne Überraschungen zur Tagesordnung zurückgekehrt. In der 23. Runde gewann Inter Mailand mit 2:0 bei Chievo Verona und hat an der Tabellenspitze weiter elf Punkte Vorsprung, weil Verfolger AS Rom sich mit einem 3:0-Sieg über den FC Parma ebenfalls keine Blöße gab. Inters Stadtrivale AC Mailand bezwang im Guiseppe-Meazza-Stadion Livorno Calcio 2:1, aus Sicherheitsgründen wurde nur den 37 000 Inhabern einer Jahres-Dauerkarte Einlass gewährt. Der Tabellendritte US Palermo leistete sich ein 0:1 gegen Außenseiter FC Empoli, der nun überraschend auf dem vierten Platz liegt.

Der Brasilianer Adriano mit einem Blitztor (1.) und Hernan Crespo (51.) sicherten Inter den 15. Sieg hintereinander. Für Milan trafen beim Debüt des brasilianischen Starkickers Ronaldo Weltmeister Gennaro Gattuso (29.) und Marek Jankulovski. Für Livorno hatte Cristiano Lucarelli in der 31. Minute zwischenzeitlich ausgeglichen.

"Geisterspiele" in Verona, Bergamo, Florenz und Messina

Der Spieltag verlief insgesamt friedlich und ohne Zwischenfälle. Die befürchteten Ausschreitungen blieben aus, und Sportministerin Giovanna Melandri lobte in einer Stellungnahme die Fans für ihr "Verantwortungsbewusstsein sowie das vorbildliche Verhalten". In Verona, Bergamo, Florenz und Messina mussten in der Serie A "Geisterspiele" ausgetragen werden, da die Stadien nicht den Sicherheitsanforderungen der Regierung Prodi genügten.

Von Rom bis Cagliari gedachten die Tifosi in einer Schweigeminute dem getöteten sizilianischen Polizisten Filippo Raciti, der am 2. Februar von randalierenden Hooligans in Catania mit einem Waschbecken erschlagen worden war. Nur wenige Demonstranten äußerten ihren Unmut über den rigiden Regierungskurs.

Friedliche Mahnwache

Unterdessen brachte auch das als sehr brisant eingestufte sizilianische Derby zwischen dem FC Messina und Catania Calcio keinerlei Krawalle mit sich. Vor dem Stadion versammelten sich stattdessen am späten Nachmittag einige hundert Fans friedlich zu einer Mahnwache.

In der Serie B durften nur fünf von elf Begegnungen nach den unter der Woche aufgestellten neuen Sicherheitskriterien normal vor Zuschauern ausgetragen werden. Darunter war auch das Spiel des Rekordmeisters Juventus Turin beim AS Vicenza (2:2), für die nur eine streng limitierte Zahl von Eintrittskarten an die "Juve"-Fans verkauft wurde. Rund 100 aus Turin ohne Tickets angereisten Ultras wurde der Zugang zum Stadion verweigert. Sie wurden im Vorfeld von der Polizei erkannt, durchsucht und registriert.

© SID

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