Fußball Italien
Knieverletzung: Ronaldo droht das Karriere-Aus

Der dreimalige Weltfußballer Ronaldo muss um die Fortsetzung seiner Profikarriere bangen. Der 31 Jahre alte Stürmer vom AC Mailand hat einen Sehnenriss an der Kniescheibe erlitten.

Die Leiden des dreimaligen Weltfußballers Ronaldo gehen weiter. Dar Brasilianer, der in den vergangenen Jahren wegen zahlreicher Blessuren immer wieder zurückgeworfen wurde, hat am Mittwochabend einen Sehnenriss an der linken Kniescheibe erlitten und muss nun sogar um die Fortsetzung seiner Karriere bangen.

Für "Il Fenomeno" ist es nicht die erste Knieverletzung. Den erfolgreichsten Torjäger der WM-Geschichte hatte es bereits in den Jahren 1999 und 2000 zweimal schwer am rechten Knie erwischt.

Das Unglück ereignete sich am Mittwoch im Serie-A-Heimspiel seines Klubs AC Mailand gegen AS Livorno 1:1 (0:0). Der Weltmeister und WM-Torschützenkönig von 2002 war in der 57. Spielminute eingewechselt worden, verletzte sich aber nur drei Minuten später im Strafraum und wurde mit Tränen in den Augen vom Platz getragen. Der 31-Jährige wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht.

Am Donnerstag Operation in Paris

Der in dieser Saison vom Verletzungspech verfolgte Angreifer, der erst im Januar sein Comeback gefeiert hatte, nachdem er sich im November bereits verletzt hatte, verbrachte die Nacht zum Donnerstag zu Hause. Voraussichtlich am Freitag soll die Operation beim französischen Spezialisten Gerard Saillant im Pariser Krankenhaus Pitie-Salpetreire durchgeführt werden. Die OP selbst soll Saillants Kollege Eric Rolland vornehmen.

Professor Saillant wollte sich auf einen Zeitpunkt für ein Comeback Ronaldos nicht festlegen. "Wenn man sein Alter betrachtet und berücksichtigt, dass er gegenüber der ersten Verletzung acht Jahre älter ist, kann man schwer vorhersagen, wann er wieder spielen wird", sagte der Mediziner. Saillant hatte "Il Fenomeno" nach dessen schwerer Knieverletzung im Jahr 2000 operiert.

"Er ist in einer außergewöhnlichen physischen Verfassung. Ich bin zuversichtlich, dass er in einigen Monaten wieder als der Spieler zurückkehrt, den wir alle kennen", äußerte Milan-Boss Silvio Berlusconi im staatlichen Fernsehen RAI.

Nach Angaben der italienischen Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport könnte sich die Genesungsphase allerdings lange hinziehen. "Die Frage ist, ob Ronaldo noch Lust zum Weitermachen hat", schrieb die Tageszeitung. "Wir sind alle sehr traurig und machen uns Sorgen", sagte Milan-Trainer Carlo Ancelotti, "ich würde aber nicht sagen, seine Karriere ist zu Ende, denn diese Frage kann jetzt nicht beantwortet werden. Dafür ist es zu früh."

Ronaldos Teamkollegen eilten nach dem Schlusspfiff zu ihrem Teamkollegen ins Krankenhaus, um ihn zu unterstützen. Ancelotti: "Ich denke, das ist der richtige Weg, um ihn zu signalisieren, dass wir bei ihm sind. Dies kann ihm helfen, diesen schweren Augenblick in seiner Karriere zu überstehen."

"Aus ärztlicher Sicht war Ronaldo in Ordnung"

Ronaldo war in seiner Laufbahn von zahlreichen Verletzungen gebeutelt worden. Zuletzt hatte er sich im November 2007 sich einen Muskelfaserriss in der linken Wade zugezogen. Milan-Coach Carlo Ancelotti bestritt, Ronaldo zu früh wieder eingesetzt zu haben. "Wir sind nicht verantwortungslos. Aus ärztlicher Sicht war Ronaldo in Ordnung", so Ancelotti.

Der italienische Renommierklub steht angesichts der Ronaldo-Verletzung unter Schock. "Ronaldo hat beim Verlassen des Spielfelds geweint, er war einfach verzweifelt. Wir werden ihn nicht allein lassen", kündigte Milan-Geschäftsführer Adriano Galliani an.

© SID

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