Fußball Italien
Mourinho zittert auf der Tribüne um seine Serie

Seit 119 Heimspielen ist Jose Mourinho ungeschlagen. Heute muss der Trainer von Inter Mailand gesperrt und tatenlos mitansehen, wie sich der SSC Neapel in San Siro versucht.

Englische Woche in der italienischen Serie A: Wenn heute Abend ab 20.45 Uhr neun der zehn Begegnungen des fünften Spieltags über die Bühne gehen, dürfte sich gerade Jose Mourinho an den Spielrhythmus in seiner alten sportlichen Heimat erinnert fühlen. Der Portugiese trainierte von 2004 bis 2007 den FC Chelsea, ehe er bei Inter Mailand anheuerte. Bei den "Nerazzurri" setzte der charismatische Coach eine Erfolgsserie fort, die er schon als Trainer des FC Porto begonnen hatte: Am 23. Februar 2003 unterlag Mourinho mit dem portugiesischen Erfolgsklub 2:3 gegen den SC Beira Mar - seitdem ist der 46-Jährige in Heimspielen ungeschlagen.

Heute steht die Erfolgsserie, die mittlerweile sechseinhalb Jahre und 119 Spiele währt, erneut auf dem Prüfstand, wenn sich der alte Rivale SSC Neapel in San Siro vorstellt - und dabei kann Mourinho noch nicht einmal eingreifen. Weil sich der streitbare Coach am Sonntag beim mühsamen 2:1-Auswärtserfolg in Cagliari mit dem Schiedsrichter angelegt hatte, wurde er für ein Spiel gesperrt. "Man konnte sein Engagement und sein Mitfiebern sehen. Er ist mit seinem Verhalten eben eine Art Blitzableiter für das Team", nahm Inter-Präsident Massimo Moratti seinen Starcoach in Schutz.

Auch wenn der amtierende Meister bislang nur beim 4:0 im Stadtderby gegen Milan restlos überzeugen konnte, liegt er mit zehn Punkten aus vier Spielen und Platz drei auf Kurs. Neapel, Ende der 80er Jahre der große Kontrahent der beiden Mailänder Teams, ist mit nur einem Sieg und Platz 14 äußerst mäßig in die Saison gestartet. Die Gründe sind offensichtlich: Die im Sommer für fast 50 Mill. Euro verstärkte Truppe hat noch nicht zusammengefunden, die Abwehr ist allzu löchrig, der Shooting Star der Vorsaison, der argentinische Wirbelwind Ezequiel Lavezzi ein ganzes Stück von seiner Bestform entfernt.

Cassano und Gilardino im Duell der ewigen Talente

Überraschungsprimus Sampdoria Genua muss zeitgleich beim Tabellensechsten AC Florenz antreten. Im Mittelpunkt steht dabei das große Duell der ewigen Sturmtalente: Nach Tiefpunkten bei Topklubs haben "Samps" Antonio Cassano (zuvor Real Madrid) und Alberto Gilardino (AC Mailand) wieder ihr sportliches Glück gefunden. Fiorentinas deutscher U20-Nationalspieler Savio Nsereko, der kurz vor Ende der Transferperiode aus West Ham kam, ist noch nicht fit und wird erneut auf sein Debüt verzichten müssen.

Am Donnerstag (20.45 Uhr) beschließen der gestürzte Spitzenreiter FC Genua und der Tabellendritte Juventus Turin den Spieltag. Bei "Juve" muss wohl erneut die "Zweitbesetzung" im Mittelfeld ran: Der Ex-Bremer Diego fällt mit muskulären Problemen weiter aus, dessen aus Florenz gekommener Landsmann Felipe Melo könnte zumindest wieder auf der Bank Platz nehmen.

Der fünfte Spieltag im Überblick:

Atalanta Bergamo - Calcio Catania, AS Bari - Cagliari Calcio, FC Bologna - AS Livorno, AC Florenz - Sampdoria Genua, Inter Mailand - SSC Neapel, Lazio Rom - FC Parma, US Palermo - AS Rom, AC Siena - Chievo Verona, Udinese Calcio - AC Mailand (alle heute, 20.45 Uhr), FC Genua 1 893 - Juventus Turin (Donnerstag, 20.45 Uhr)

© SID

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