Fußball Italien
"Pass-Sünder" Veron drohen zweieinhalb Jahre Knast

Ein gefälschter Pass könnte für Juan Sebastian Veron äußerst unangenehme Folgen haben. Die Staatsanwaltschaft in seiner einstigen Wahlheimat Rom beantragte zweieinhalb Jahre Haft gegen den Argentinier.

Das Kapitel Italien ist für Juan Sebastian Veron sportlich längst erledigt, dennoch droht dem ehemaligen argentinischen Nationalspieler Ungemach aus seiner alten Heimat. Die römische Staatsanwaltschaft hat am Freitag zweieinhalb Jahre Haft für Veron wegen des Verdachts der Passfälschung beantragt. Zwei Jahr Haft wurden für den Chef von Verons Ex-Klub Lazio Rom, Sergio Cragnotti, gefordert. Weitere sieben Personen wurden wegen des selben Falles angeklagt.

Mit dem gefälschten italienischen Pass hatte Veron, der mittlerweile wieder in Argentinien bei Estudiantes de la Plata spielt, die Beschränkung für so genannte "Nicht-EU-Ausländer" umgangen. Der Staatsanwalt wirft Veron vor, sich durch gefälschte Urkunden über italienische Vorfahren einen italienischen Pass erschlichen zu haben. Lazio Rom soll bei der Beschaffung der gefälschten Dokumente behilflich gewesen sein und dafür umgerechnet rund 56 242 Euro an ein argentinisches Büro gezahlt haben.

Cragnotti wies die Vorwürfe erneut zurück. "Ich habe ein absolut reines Gewissen", erklärte der Ex-Clubchef. Der Verein habe nichts mit einem möglichen Betrug zu tun und sei vielmehr der Geschädigte und nicht der Täter in der Affäre um Veron. Im Januar wird ein römisches Gericht über die Eröffnung eines Prozesses gegen Veron und Cragnotti entscheiden.

© SID

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