Fußball Italien
Verhandlungen über Fußballer-Verträge abgebrochen

Italiens Fußballer haben die Verhandlungen über einen neuen Kollektiv-Vertrag mit den Vertretern der Profiligen nach Differenzen abgebrochen und erneut mit Streik gedroht.

Italiens Fußballer haben die Verhandlungen mit den Vertretern der Profiligen über einen neuen Kollektiv-Vertrag abgebrochen und drohen erneut mit Streik. Die Spielergewerkschaft AIC verließ den Verhandlungstisch in Mailand, nachdem tiefgreifende Differenzen über verschiedene Punkte des neuen Vertrags aufgetreten waren.

"Seit September sind keine Schritte vorwärts gemacht worden. Wir haben die Verhandlungen abgebrochen und sind hinsichtlich der künftigen Entwicklungen nicht optimistisch", sagte AIC-Präsident Sergio Campana. Er forderte den Verbandspräsidenten Giancarlo Abete auf, als Vermittler tätig zu werden, berichtete die italienische Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport am Dienstag.

Die Profis der Serie A wehren sich gegen die von den Klubs angestrebte Beschneidung ihrer Rechte bei Transfers. Profis sollen künftig einem Wechsel nicht mehr verweigern dürfen, wenn sie dadurch keine finanziellen Einbußen erleiden und der neue Klub sportlich ähnlich stark einzuschätzen ist. Die Gehälter sollen flexibler und stärker an die Leistungen gebunden werden können. Der Spieler soll außerdem keine freie Arztwahl mehr haben. Die Liga will darüber hinaus einen Verhaltenskodex für Spieler installieren.

Schon im September hatten die Fußballer mit einem Streik gedroht, der für den fünften Spieltag geplant war. Erst nach langwierigen Verhandlungen einigten sie sich mit der Liga auf eine Fortsetzung der Verhandlungen und verzichteten auf den Streik.

© SID

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