Fußball Junioren
Auch Sven Bender sagt für U20-WM ab

Sven Bender von Bundesligist Borussia Dortmund reist auf Wunsch seines Klubs nicht zur U20-WM in Ägypten. Es ist bereits die 27. Absage für DFB-Trainer Horst Hrubesch.

DFB-Trainer Horst Hrubesch muss einen weiteren personellen Rückschlag für die U20-WM in Ägypten (25. September bis 16. Oktober) verkraften und beim Saisonhöhepunkt auf insgesamt 27 Spieler des Jahrgangs verzichten. Dortmunds Chefcoach Jürgen Klopp teilte seinem Kollegen telefonisch mit, dass BVB-Mittelfeldspieler Sven Bender keine Freigabe für das Turnier in Nordafrika erhalten wird.

"Das ist bedauerlich, denn Sven Bender ist ein absoluter Leistungsträger in unserem Team und hat in unseren Planungen eine bedeutende Rolle gespielt. Ich habe Verständnis für die Haltung von Borussia Dortmund und muss daher diese Argumentation akzeptieren. Wir werden nun versuchen, diesen Ausfall zu kompensieren. Eine Nachnominierung ist zunächst nicht vorgesehen", sagte Hrubesch vor dem Abflug der DFB-Auswahl am Dienstagmorgen. In der Maschine nach Ägypten saßen am Dienstag lediglich 15 Spieler. Dem DFB-Erfolgs-Nachwuchstrainer Hrubesch stehen nur noch sieben U19-Europameister von 2008 bei der WM zur Verfügung.

Keine Abstellungspflicht

Nachdem die Fifa die WM in Ägypten wegen der klimatischen Bedingungen in den September und damit in die laufende Saison gelegt hatte, bestand für die Vereine keine Abstellungspflicht. Im Zeitraum der WM, die 2005 in den Niederlanden und 2007 in Kanada jeweils in der Sommerpause ausgetragen wurde, finden mindestens zwei Bundesliga-Spieltage sowie je ein Spieltag im DFB-Pokal, in der Champions- und Europa League statt.

Sven Bender, dessen Zwillingsbruder Lars ebenso wie Dani Schahin und Mario Vrancic nach den Spielen der zweiten Hauptrunde im DFB-Pokal zum deutschen U20-Team stößt, ist der 27. Ausfall für Hrubesch.

Lange Liste von Absagen

Zuvor hatten folgende Spieler keine Freigabe von ihren Klubs erhalten: Holger Badstuber (Bayern München), Philipp Bargfrede (Werder Bremen), Sascha Burchert (Hertha BSC Berlin), Eric Maxim Choupo-Moting (1. FC Nürnberg), Dennis Diekmeier (1. FC Nürnberg), Alexander Eßwein (VfL Wolfsburg), Timo Gebhart (VfB Stuttgart), Ilkay Gündogan (1. FC Nürnberg), Toni Kroos (Bayer Leverkusen), Marko Marin (Werder Bremen), Christoph Moritz (Schalke 04), Thomas Müller (Bayern München), Deniz Naki (FC St. Pauli), Savio Nsereko (AC Florenz), Bastian Oczipka (Hansa Rostock), Kevin Pezzoni (1. FC Köln), Konstantin Rausch (Hannover 96), Stefan Reinartz (Bayer Leverkusen), Marcel Risse (1. FC Nürnberg), Sebastian Rode (Kickers Offenbach), Sebastian Rudy (VfB Stuttgart), Julian Schieber (VfB Stuttgart), Christopher Schorch (1. FC Köln) und Andre Schürrle (FSV Mainz 05).

Zudem fehlen aus dem EM-Kader von 2008, der in Tschechien den Titel gewann, die verletzten Danny Latza (FC Schalke 04) und Ömer Toprak (SC Freiburg). Darüber hinaus traten zwei Spieler des aktuellen Aufgebots zunächst nicht die Reise nach Ägypten an: HSV-Torwart Tom Mickel bleibt absprachegemäß in Hamburg, kann aber bei Bedarf von Hrubesch jederzeit nachgeholt werden.

Werder-Mittelfeldspieler Timo Perthel absolviert nach seiner Sprunggelenkverletzung das Aufbautraining in Bremen, könnte aber im Turnierverlauf ebenfalls eine Option sein und nachträglich anreisen.

In Ägypten trifft das deutsche Team in der Vorrunde am 26. September in Suez auf die USA, am 29. September ebenfalls in Suez auf Südkorea und am 2. Oktober in Ismailia auf Kamerun (17.45 Uhr). Das Finale findet am 16. Oktober um 19.00 Uhr in Kairo statt.

© SID

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