Fußball Junioren
U17 erwartet "schweren Gang" im Achtelfinale

Trotz des glücklichen Weiterkommens in der Gruppenphase träumt die deutsche U17 weiter vom WM-Titel in Nigeria. Gegen die Schweiz muss allerdings eine Leistungssteigerung her.

Erst leistete die Schweiz der deutschen U17-Nationalmannschaft bei der WM in Nigeria die entscheidende Schützenhilfe, nun stehen sich die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und das Überraschungsteam des Turniers im Achtelfinale als Kontrahenten gegenüber.

Lediglich als einer der besten Gruppendritten hatte sich das DFB-Team in die K.o.-Runde gezittert - allerdings nur, weil die Eidgenossen in ihrem letzten Gruppenspiel überraschend den dreimaligen Titelträger Brasilien besiegt und dessen Ausscheiden besiegelt hatten.

An der Erwartungshaltung der deutschen Delegation hat vor der Begegnung heute in Lagos (19 Uhr/live bei Eurosport) das knappe Weiterkommen aber nichts geändert. "Wir wollen Weltmeister werden", sagte der bisher überragende Stürmer Lennart Thy (Werder Bremen), der mit drei Treffern die WM-Torschützenliste anführt, im Interview auf dfb.de.

Eidgenossen überraschen

Mit dem bisherigen Auftreten hat sich der Europameister allerdings bisher nicht in die Favoritenrolle gespielt. Zwar musste das Team von DFB-Trainer Marco Pezzaiuoli in der stärksten Gruppe antreten, doch verspielten die Deutschen gegen die ebenfalls stark eingeschätzten Teams aus Nigeria und Argentinien jeweils leichtfertig Führungen. Gegen die Gastgeber lagen die deutschen Junioren nach einer Stunde bereits 3:0 in Front, mussten aber trotzdem mit einem 3:3 vorliebnehmen. Gegen die Südamerikaner kassierte die Mannschaft innerhalb einer Minute zwei Tore und verlor 1:2. Lediglich im entscheidenden Gruppenspiel gegen Honduras gab es einen 3:1-Sieg. "Wir wussten, dass es um alles oder nichts geht und wir alles geben müssen. Das ist auch eine Kopfsache", sagte Thy: "Vielleicht brauchen wir als Mannschaft solche Situationen."

Ganz anders als der Europameister präsentierte sich vor der Achtelfinalbegegnung, die auf ungewohnten Kunstrasen ausgetragen wird, der kommende Gegner aus der Schweiz. Als Debütant nach Nigeria gereist, überraschten die Eidgenossen alle Beobachter, zogen als ungeschlagener Gruppenerster in die K.o.-Runde ein und ließen dabei nicht nur die zweitplatzierten Mexikaner, sondern eben auch die mitfavorisierten Brasilianer hinter sich. "Die Schweiz ist ein starker Gegner", sagt Pezzaiuoli und rechnet "mit einem schweren Gang". Besonders mit ihrer taktischen Disziplin, ihrer starken Physis und mit der vor allem beim 1:0 gegen Brasilien gezeigten Effizienz überzeugte die Mannschaft von Trainer Dany Ryser die Konkurrenz.

© SID

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