Fußball Junioren
U19-Junioren peilen Nachwuchs-Titel an

Die U19-Junioren des DFB wollen bei der EM in Österreich vom 16. bis 27. Juli den Bann der 15 Jahre anhaltenden Erfolglosigkeit brechen und den positiven Trend in der DFB-Nachwuchsförderung mit dem Titel krönen.

Bereits 15 Jahre liegt der letzte Titelgewinn einer Nachwuchsmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zurück. Die U19-Junioren wollen die Durstrecke bei der Europameisterschaft in Österreich vom 16. bis 27. Juli beenden und den zuletzt erkennbaren positiven Trend in der DFB-Nachwuchsarbeit mit dem Titel krönen. Es wäre auch an der Zeit, denn schließlich wartet der größte Fachsportverband der Welt seit der U17-EM 1992 auf einen Juniorentitel bei Welt- oder Europameisterschaften.

"Wir haben das Zeug dazu, Europameister zu werden"

"Ich denke, dass wir eine sehr homogene Mannschaft beisammen haben, die über einen ausgeprägten Teamgeist verfügt und das angestrebte Ziel, den Titelgewinn, durchaus verwirklichen kann. Wir haben das Zeug dazu, Europameister zu werden", erklärte DFB-Trainer Frank Engel, dessen Mannschaft sich während eines fünftägigen Trainingslagers in Bad Reichenhall auf die Titelkämpfe vorbereitet hat und in der Vorrundengruppe B am 16. Juli in Steyr auf Russland (18.00 Uhr), am 18. Juli in Ried auf Frankreich (20.00 Uhr) sowie am 21. Juli in Pasching auf Serbien (20.00 Uhr) trifft.

Der selbstbewusst auftretende Engel macht allerdings keinen Hehl daraus, dass der DFB auf Grund von Fehlern in der Vergangenheit für die lange Zeit ohne Titel selbst verantwortlich ist. "Mann kann sicher nicht leugnen, dass der DFB in den 90er-Jahren eine gewisse Zeit in der Nachwuchsförderung verschlafen und einiges versäumt hat. In diesem Bereich waren uns einige Verbände wie beispielsweise Spanien oder Frankreich etwas voraus", meinte der 56-Jährige, der seit eineinhalb Jahren in Diensten des Verbands steht.

Engel setzt auf Bundesliga-Erfahrung

Um der Erfolglosigkeit endlich ein Ende zu bereiten, setzt Engel auf die Bundesliga-Erfahrung von fünf Spielern seines 18-köpfigen Kaders. Neben Mesut Özil von Vizemeister Schalke 04, der es in der vergangenen Spielzeit auf 19 Einsätze brachte und sogar im Uefa-Cup auflief, stehen Jerome Boateng (Hertha BSC Berlin), Änis Ben-Hatira, Sidney Sam (beide Hamburger SV) und Arne Feick (Energie Cottbus) im Aufgebot des Trainers. Verzichten muss Engel allerdings auf Kevin Schindler von Werder Bremen. Der Stürmer musste auf Grund von muskulären Problemen kurzfristig passen und wurde durch Dennis Schmidt (Bayer Leverkusen) ersetzt.

"Ich bin sehr froh, dass ich das bestmögliche Aufgebot nominieren konnte und alle Klubs die von mir angeforderten Spieler abstellen. Da die EM wieder genau in die Vorbereitung auf die neue Saison fällt, ist das nicht selbstverständlich und ein gutes Zeichen für die gute Zusammenarbeit des DFB mit den Bundesligisten im Sinne der Nachwuchsförderung", sagte Engel, dessen Team sich in zwei Qualifikations-Turnieren gegen die Mannschaften aus Schottland, Estland, Bosnien-Herzegowina, Irland, Bulgarien und Ungarn durchgesetzt hatte.

© SID

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