Fußball Junioren
U19-Junioren wollen gegen Ungarn den Gruppensieg

Mit einem Sieg heute gegen Ungarn im letzten EM-Vorrundenspiel wäre der deutschen U19 der Gruppensieg nicht mehr zu nehmen. Matthias Sammer warnt jedoch vor dem "Holland-Effekt".

Zwar nicht mit einem B-Team, aber dennoch mit einer deutlichen Warnung vor dem "Holland-Effekt" gehen die deutschen U19-Fußballer heute in ihr abschließendes EM-Gruppenspiel gegen Ungarn. Nachdem die Qualifikation für das EM-Halbfinale und die U20-WM 2009 in Ägypten bereits gesichert ist, warnt DFB-Sportdirektor Matthias Sammer vor dem Endspiel um den Gruppensieg gegen die Magyaren (20 Uhr/live bei Eurosport) vor dem Schicksal der A-Teams aus den Niederlanden, Portugal und Kroatien.

Das Trio hatte wie der spätere Europameister Spanien nach souveränen Auftaktpartien vor dem letzten Gruppenspiel schon das Ticket fürs Viertelfinale in der Tasche. "Drei der vier sind direkt darauf im ersten K.o.-Spiel ausgeschieden. Wir müssen der Mannschaft vermitteln, dass diese Gefahr besteht und der Beweis dafür erbracht wurde", sagt Sammer.

Mentalität muss stimmen

Mit einem sogenannten B-Team wie die besagten Mannschaften werden die deutschen Junioren aber ohnehin nicht antreten können. "Wir haben hier nur 16 Feldspieler. Da ist ein Rundumwechsel gar nicht möglich", meint der Sportdirektor: "Aber die Aufstellung ist auch nicht entscheidend. Wichtig ist, wie man die Aufgabe gedanklich angeht. Dass die Mentalität stimmt und die Spannung nicht verloren geht."

Dessen ist sich Trainer Horst Hrubesch sicher. "Wir sind hierher gefahren mit der Einstellung, fünf Endspiele nacheinander gewinnen zu müssen. Zwei Siege stehen erst auf unserem Konto, der schwierige Teil kommt also jetzt erst", sagt der Europameister von 1980: "Deshalb werden wir die Spannung hoch halten und nicht nachlassen."

Mit dem Auftritt beim 3:0 gegen die Bulgaren war Sammer schon größtenteils zufrieden. Nach dem überraschenden 2:1 gegen den nun schon gescheiterten Titelverteidiger Spanien habe der Fokus darauf gelegen, "zu vermitteln, dass man nicht mit Kleinigkeiten zufrieden sein darf. Das hat die Mannschaft erfüllt. Sie hat nicht glanzvoll gespielt, aber souverän und hat eine gute Mentalität gezeigt."

Erster Titel seit 1992 winkt

Deshalb müsse das Team nun "gierig sein" auf den ersten deutschen Junioren-Titel seit 1992. Was Stürmer Deniz Naki (Bayer Leverkusen) bestätigt: "Wenn wir jetzt weiter Gas geben, dann werden wir unser großes Ziel erreichen."

Der größte Druck ist durch das Erreichen der beiden Minimalziele zwar genommen, doch Sammer macht sofort neuen. "Ein gewisser Druck gehört immer dazu. Da dürfen auch mal unbequeme Ansprachen erfolgen", sagte der Europameister von 1996: "Wir sind hier nicht auf einer Kirmesveranstaltung, und das sind auch keine Kinder mehr. Das ist Männer-Fußball."

© SID

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