Fußball
Leverkusen gegen FC Sion „Nicht als Favorit“

Vor der Rückkehr auf Europas Fußball-Bühne sind die Profis von Bayer Leverkusen gewarnt. 350 Tage nach dem kläglichen Erstunden-Aus am 29. September 2005 bei Zska Sofia steht die Mannschaft beim FC Sion in Genf vor einer schweren Aufgabe.

dpa LEVERKUSEN. Vor der Rückkehr auf Europas Fußball-Bühne sind die Profis von Bayer Leverkusen gewarnt. 350 Tage nach dem kläglichen Erstunden-Aus am 29. September 2005 bei Zska Sofia steht die Mannschaft beim FC Sion in Genf vor einer schweren Aufgabe.

"Wir sind gegen Sofia sang- und klanglos ausgeschieden. Schon allein aus Prestigegründen darf das nicht wieder passieren", sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser vor dem ersten Uefa-Pokal-Auftritt des Bundesligisten im Stade de Genève.

"Sion steht in der Schweizer Liga auf Platz eins. Die dürfen wir nicht auf die leichte Schulter nehmen", zollt Holzhäuser dem Aufsteiger-Team Respekt. Schließlich hat Sion im April gegen die Young Boys Bern als erster unterklassiger Club den nationalen Pokal gewann. "Wir treten in Genf nicht als Favorit an, obwohl wir überzeugt sind, dass wir gegen Sion bestehen können", sagte Holzhäuser und stellte klar, "dass die dritte Runde unser Minimalziel ist. Vom Anspruch her sind wir ein Verein, der immer international vertreten sein sollte."

Doch noch dümpelt die Bayer-Mannschaft dahin. In der Bundesliga ist Bayer Achter, die erste Runde im DFB-Pokal überstand die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe beim Zweitligisten TuS Koblenz erst im Elfmeterschießen. Trotzdem, so Holzhäuser, sei man unter dem Bayer-Kreuz "mit den bisher gezeigten Leistungen nicht unzufrieden. Aber es ist noch nicht der Rhythmus drin." Die Mannschaft indes bereite ihm Spaß und zeige selbst viel Freude: "Das merkt man. Die Zusammensetzung ist sehr gut."

Beim FC Sion, der mit einem 1:0 beim FC Thun die Tabellenführung übernahm, tritt Bayer mit einem Handicap an: Neueinkauf Stefan Kießling steht wegen seiner Muskelverletzung im Angriff nicht zur Verfügung. Wenigstens kann der tunesische Verteidiger Karim Haggui wieder dabei sein. Dagegen wird außer Kießling auch Kapitän Carsten Ramelow (Muskelprobleme) ausfallen - laut Skibbe "ein schwer wiegender Verlust, den wir aber auffangen können, weil wir im Mittelfeld sehr gut besetzt sind".

"Das ist ein harter Brocken", sagte Skibbe vor dem Abflug vom Köln-Bonner-Flughafen und denkt vor allem dabei an Sanel Kuljic. Der österreichische Angreifer hat in der Schweizer Super League für den FC schon sieben Saisontreffer erzielt: "Sion ist furios gestartet, und die sieben Tore von Kuljic sind eine verdammt gute Quote." Doch daran stört sich Skibbe nicht und verweist auf ein simples Rezept: "Hinfliegen, gut spielen und ein gutes Ergebnis erzielen."

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