Fußball Liga-Pokal
Bremen gewinnt Nordderby gegen Hamburg

Werder Bremen darf dank zweier Treffer von Mohamed Zidan und Torsten Frings zum Ligapokal-Finale nach Leipzig fahren. Der Vize-Meister schlug den Hamburger SV mit 2:1. Neuzugang Boubacar Sanogo traf für Hamburg.

Den ersten "Nordgipfel" der neuen Saison hat Werder Bremen für sich entschieden. Der deutsche Vizemeister besiegte den Bundesliga-Rivalen Hamburger SV mit 2:1 (0:0) und zog damit ins Endspiel um den Ligapokal ein. Dort trifft die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf am Samstag im Leipziger Zentralstadion auf Rekordmeister Bayern München oder Schalke 04.

Vor 27 650 Zuschauern im Weserstadion erzielte der Ägypter Mohamed Zidan die Führung für die Hausherren. Der vom FSV Mainz 05 zurückbeorderte Nordafrikaner war in der 50. Minute mit einem für HSV-Torhüter Stefan Wächter unhaltbaren Flachschuss erfolgreich. Gleich bei seinem ersten Einsatz für den HSV konnte sich anschließend der Stunden zuvor verpflichtete Boubacar Sanogo in die Torschützenliste eintragen. Der Ivorer schloss in der 70. Minute einen Alleingang mit einem platzierten Flachschuss zum 1: 1-Ausgleich ab. Acht Minuten vor dem Abpfiff gelang dann aber Nationalspieler Torsten Frings der Siegtreffer für die Bremer. Der WM-Teilnehmer traf mit einem sehenswerten Schlenzer von der Strafraumgrenze halbhoch ins Hamburger Tor.

Der Erfolg für die Platzherren, die durch diesen Sieg bereits eine Einnahme von 1,2 Mill. Euro sicher haben, war aufgrund einer leichten Feldüberlegenheit sowie einem kleinen Plus an Torgelegenheiten nicht unverdient. Die Grün-Weißen beendeten damit eine Serie von drei Testspielniederlagen hintereinander. Der HSV ärgerte sich nicht nur über die Niederlage, sondern auch über den Feldverweis für Nigel de Jong, der in der 76. Minute wegen groben Foulspiels die Rote Karte sah.

Ungeachtet der frühen Saisonphase boten beide Teams bei zum Teil kräftigen Regenfällen eine ansehnliche, zeitweise sogar hochklassige Partie. Insbesondere vor dem Seitenwechsel erarbeiteten sich beide Teams mehrere gute Torchancen, präsentierten sich im Abschluss aber noch zu ungenau. Bei den Platzherren standen die drei WM-Spieler Frings, Tim Borowski und Miroslav Klose von Beginn an auf dem Feld und trugen das ihre zu einem über weite Strecken sehenswerten Spiel bei.

Weniger erfolgreich war Werder hingegen im Vertragspoker um Per Mertesacker. Nach wie vor sind sich die Bremer mit Hannover 96 über einen vorzeitigen Wechsel des Nationalverteidigers an die Weser nicht einig, obwohl Sportdirektor Klaus Allofs nach mehrstündigen Verhandlungen ein Zusammenrücken der Standpunkte bestätigen konnte: "Wir sind uns näher gekommen, aber die Verhandlungen werden fortgesetzt."

© SID

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