Fußball Liga-Pokal
Brisanter Aufgalopp für Klose in Düsseldorf

In Düsseldorf steigt heute (18 Uhr) im Rahmen des Ligapokals das mit Spannung erwartete Wiedersehen von Neu-Bayer Miroslav Klose mit seinem Ex-Klub Werder Bremen. Zuvor treten Schalke und Karlsruhe gegeneinander an.

Der würdige Rahmen für eine strahlende Bundesliga-Ouvertüre ist nach Jahren der Tristesse endlich gegeben, doch die Topstars fehlen beim Ligapokal-Auftakt auf dem Rasen. 51 300 Zuschauer werden voller Vorfreude auf die neuen Weltstars der Bundesliga in die restlos ausverkaufte Düsseldorfer Arena strömen. Aber in den Vorrundenspielen zwischen Rekordsieger Bayern München und dem Titelverteidiger Werder Bremen (18.00 Uhr) sowie Schalke 04 und dem Karlsruher SC (15.30 Uhr) wird nur ein leiser Hauch des Wirbels zu verspüren sein, den die Eliteklasse soeben auf dem Transfermarkt verursachte.

Stars außen vor

Weltmeister Luca Toni ist verletzt. Jose Ernesto Sosa auch. Ballzauberer Franck Ribery hat Oberschenkelprobleme. Und Carlos Alberto, dem teuersten Neuzugang der Bremer Geschichte, fehlt noch die Spielgenehmigung. Diego und Naldo sind noch im Urlaub, Hugo Almeida hat Probleme mit dem Sprunggelenk und muss passen. Bei Mark van Bommel zwickt die Achillessehne. Lukas Podolski ist wie Teamkollege Jan Schlaudraff verletzt, der Schalker Rafinha ebenfalls, Kevin Kuranyi sitzt eine Sperre aus dem Jahr 2005 ab.

"Wir werden keine verletzten oder angeschlagenen Spieler einsetzen. Wir wollen gewinnen - aber hier geht es nicht um die WM", meinte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld, und Recht hat er. Denn in der jetzigen Form bleibt der Ligapokal ein Vorbereitungsturnier, bei dem es stattliche Siegprämien, aber nur wenig Renommee zu erringen gibt. Nicht umsonst plant die DFL Deutsche Fußball Liga Gmbh eine umfassende Reform, der bisherige Zeitpunkt ist ungünstig.

Immerhin: Miroslav Klose ist fit, und er wird spielen. Und alleine dieser Fakt birgt mehr Brisanz als im letzten Jahr beide Spiele der Doppelveranstaltung zusammen. "Es ist gut, dass dieses Duell so früh kommt, dann sind noch Emotionen da." Wenigstens beim WM-Torschützenkönig ist zum Auftakt der Jagd nach dem ersten - wenn auch nicht sonderlich geschätzten - Titel der Spielzeit das Gefühl mulmig, der Magen flau, die Knie weich.

"Das ist kein besonderes Spiel"

"Das ist kein besonderes Spiel", betont Klose zwar deeskalierend, doch Bastian Schweinsteiger weiß es besser: "Bremen gegen Bayern, das ist immer giftig." Besonders, weil sich Klose und die Ex-Kollegen, vor allem Torsten Frings, über die Fachpresse noch einige zünftige Wortgefechte lieferten. "Wir werden nicht gegen ihn spielen, aber auch nicht wie gegen eine Ostfriesenauswahl", kündigte Frank Baumann an.

5,2 Mill. Euro Siegprämie und die Aussicht auf einen Fingerzeig für das Bundesliga-Duell exakt vier Wochen später sind ein weiterer Anreiz, in der heißen Phase der Vorbereitung nahe an die Grenzen zu gehen. Im Vorjahr bezwang Bremen die Bayern im Finale 2:0.

Extra-Motivation benötigt der Aufsteiger KSC dagegen sicher nicht, um heiß auf das Duell mit Schalke 04 zu sein. Die Badener können zehn Jahre nach ihrem bislang einzigen Ligapokal-Auftritt 1997 als erster Zweitliga-Meister im Geschehen einen Platz auf der Ligacup-Trophäe sichern, die aus vier Kilogramm Silber sowie sechs Kilogramm Bergkristall gefertigt ist.

© SID

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