Fußball Liga-Pokal
Gipfeltreffen im Ligapokal-Finale

Wenn heute um 18 Uhr das Finale um den Ligapokal in Leipzig angepfiffen wird, dann erleben die Fans schon einen Vorgeschmack auf das Titelrennen der neuen Saison. Meister Bayern und Vize Bremen kreuzen die Klingen.

Heute wird der erste Titel der neuen Saison vergeben, doch Werder Bremen und Bayern München wollen das Finale um den Ligapokal in Leipzig (18.00 Uhr/live bei Premiere) vor allem als Testlauf für die Meisterschaft nutzen. "Das wird in erster Linie eine gute Gelegenheit zu sehen, was wir bis zum Bundesliga-Start noch tun müssen", sagt Werder-Trainer Thomas Schaaf. Kollege Felix Magath spricht von einem "guten Test. Danach werden wir wissen, wo wir eine Woche vor Beginn der Saison stehen."

Magath erhofft sich vom Duell des deutschen Meisters gegen den "Vize" weitere Aufschlüsse, wer in der kommenden Spielzeit Michael Ballack im Bayern-Mittelfeld ersetzen kann. "Wir wollen eine Stammformation in der Mittelfeld-Raute finden", sagt Magath: "Aber das kann noch eine Weile dauern."

Ottl und Hargreaves stark

Beim 4:1 im Elfmeterschießen gegen Schalke 04 im Halbfinale hatte sich das Duo Andreas Ottl und Owen Hargreaves bewährt. Doch Magath kündigte bereits "eine andere Besetzung" an. Als Regisseur böten sich Roque Santa Cruz, Julio dos Santos, Ali Karimi und Mehmet Scholl an. "Alle erhalten ihre Chance. Im Moment favorisiere ich noch keinen", sagt Magath, der auch über die Variante mit "zwei zentralen Mittelfeldspielern, die sich abwechseln" nachdenkt.

Die Bayern, mit fünf Triumphen Rekordsieger, müssen bei ihrer sechsten Endspiel-Teilnahme auf sechs angeschlagene oder verletzte Spieler verzichten. Magath will zudem "die deutschen Nationalspieler nicht durchspielen" lassen, weil die Bundesliga und die erste Partie am Freitag gegen Borussia Dortmund "Priorität haben". Abwehrchef Lucio hat seine Rückenbeschwerden auskuriert und wird erstmals in einem Pflichtspiel mit Neuzugang Daniel van Buyten zusammen spielen.

Kahn wohl wieder im Tor

Oliver Kahn wird wohl für Michael Rensing zwischen die Pfosten zurückkehren. "Er ist unsere Nummer eins", stellt Magath klar, auch wenn der Trainer meint: "Wer spielt, weiß ich noch nicht." Schaaf dagegen wird Tim Wiese eine Chance geben, sich für einen Stammplatz zu empfehlen. Beim 2:1 in der Vorschlussrunde gegen den Hamburger SV hatte noch Andreas Reinke das Werder-Tor gehütet.

Tim Borowski musste am Donnerstagnachmittag wegen Problemen mit dem Rücken auf das Training verzichten, kann aber wie alle anderen Stammspieler auflaufen. Der Nationalspieler nimmt die Partie ernst. "Spiele gegen die Bayern sind immer Prestigeduelle", sagt er: "Ein Werder-Sieg würde ein kleines Zeichen vor Beginn der Saison setzen."

Nationalspieler Tim Borowski musste unterdessen wegen Rückenproblemen auf das Abschlusstraining der Bremer am Freitag verzichten und trat die Reise nach Leipzig nicht an.

"Dreimal ist Bremer Recht"

Zweimal stand Bremen bisher im Finale, zweimal verlor die Elf von der Weser - jeweils gegen die Bayern, 2:3 (2004) und 1:2 (1999). "Dreimal ist Bremer Recht", sagt man in der Hansestadt, das weiß auch Torsten Frings, der forsch ankündigt, dass "wir die Bayern in diesem Jahr angreifen werden. Ich bin mir sicher, dass wir Meister werden."

Bei den Fans in Leipzig kommt der von Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge als "bedeutungsloser Aufgalopp" geschmähte Wettbewerb indes überraschend gut an. Fast 30 000 Karten sind bereits verkauft, die Organisatoren können auf über 40 000 Fans im WM-Stadion hoffen.

© SID

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