Fußball Liga-Pokal
Schaulaufen der Neuzugänge beim Liga-Pokal

Mit einem "Doubleheader" beginnt heute in Düsseldorf der Liga-Pokal. Ab 15.30 Uhr spielt Hamburg gegen Hertha, im Anschluss trifft Schalke auf Leverkusen. Im Blickpunkt stehen dabei vor allem die Neuzugänge der Klubs.

Die Auftaktveranstaltung des Ligapokals wird zum Schaulaufen der Neuzugänge, aber die deutschen WM-Stars glänzen heute in Düsseldorf durch Abwesenheit. Während fast alle Helden der vor knapp drei Wochen beendeten Titelkämpfe in Deutschland nach ihrem WM-Urlaub gerade mit der Saisonvorbereitung beginnen, erwartet Vincent Kompany, Peter Lövenkrands, Halil Altintop, Sergej der erste echte Härtetest. Der Hamburger SV sieht sich - dank seiner hochkarätigen Verpflichtungen - sogar für allerhöchste Weihen gerüstet und will so die Machtverhältnisse auf den Kopf stellen.

"Wir sind reif, ganz oben anzuklopfen und uns mit den Großen im Weltfußball zu messen", erklärte Trainer Thomas Doll. Der Abgang von Abwehrchef Daniel van Buyten zu Rekordmeister Bayern München wurde durch das belgische Talent Kompany kompensiert. Zudem bediente sich der HSV im Bayern-Sturm und holte den Peruaner Paolo Guerrero. Beide kosteten zusammen 10,8 Mill. Euro Ablöse, im Ligapokal wollen Fans und Verantwortliche jetzt Leistung sehen.

Altintop-Zwillinge wieder vereint

Im Falle eines Sieges im Auftaktspiel gegen Hertha BSC Berlin (Anstoß 15.30 Uhr) winkt dem HSV ein Nordderby gegen Werder Bremen und damit die Revanche für den letzten Spieltag der Vorsaison, als Werder dem Erzrivalen noch die sicher geglaubte Vize-Meisterschaft entriss. Für Schalke spielen die Altintop-Zwillinge Halil und Hamit erstmals seit ihren gemeinsamen Wattenscheider Zeiten nach drei Jahren wieder in einem Pflichtspiel Seite an Seite.

"Unsere Neuzugänge haben mich voll überzeugt, Altintop und Lövenkrands stehen für ein neues und attraktives System", erklärte Schalke-Coach Mirko Slomka vor dem Spiel der "Königsblauen" gegen Bayer Leverkusen im einstigen Stiefkind des deutschen Fußballs (18.15 Uhr). Das 4-4-2-System der vergangenen Saison soll auch der Vergangenheit angehören, mit klinsmannschem Offensivgeist wollen die Knappen die Trophäe holen und die Kasse füllen. "Wir wollen unserer Rolle als Titelverteidiger gerecht werden, natürlich sind auch die Prämien ein Anreiz", sagte Slomka, der Schalke 2006/2 007 zum ersten Meistertitel seit 49 Jahren führen soll. Der Sieger des Wettbewerbs wird mit 1,8 Mill. Euro belohnt.

Den Taktstock im Zentrum der Knappen soll für den gesperrten Spielmacher Lincoln zumindest im Ligapokal ein unbeschriebenes Blatt schwingen. Das erst 17 Jahre deutsch-türkische Mittelfeld-Talent Mesut Özil, der mit der Schalker A-Jugend deutscher Meister wurde, soll die nötigen Impulse in der Schaltzentrale geben.

Erste Messlatte auf "Augenhöhe"

Der Ligapokal ist für alle Beteiligten nach Testspielen gegen unterklassige Sparringspartner eine wichtige Generalprobe auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. "Dennoch sollte das Ergebnis nicht überbewertet werden", sagte Bayer Leverkusens Coach Michael Skibbe. "Wir wollen Revanche für das 4:7 in der Liga nehmen und zudem unsere guten Leistungen aus der Vorbereitung bestätigen", erklärte Skibbe vor dem Duell mit dem Titelverteidiger, dem der 1:0-Finalsieg gegen den VfB Stuttgart aus dem Vorjahr allerdings nur wenig Glück brachte.

Für Hertha BSC Berlin waren die Triumphe 2001 und 2002 auch kein gutes Omen. In diesem Jahr hat Hertha im Kampf um den ersten Titel sogar schon eine handfeste Krise zu bewältigen. Das Theater um Mittelfeldmotor Marcelinho, der wieder mal eigenmächtig den Urlaub verlängerte und sich dann beleidigt gab, sorgt in der Hauptstadt für Unruhe. "Im Ligapokal stellt sich bei uns die Stammformation für die Bundesliga heraus", erklärte Manager Dieter Hoeneß. Was er für sich behält: Der Brasilianer wird wohl nicht dazu gehören.

© SID

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