Fußball-Marktführer und das Geschäft mit der WM
Sportausrüster drücken ihren Teams die Daumen

Deutschland, Brasilien oder die Elfenbeinküste - wer wird Weltmeister? Dieses Frage beschäftigt im Moment die ganze Fußballnation. Aber nicht nur der Fan profitiert von dem Großereignis. So hängt der Umsatz der Sportartikelhersteller maßgeblich vom Abschneiden der WM-Teams ab.

HB BERLIN. Adidas genießt bei der Weltmeisterschaft doppeltes Heimrecht, Nike setzt auf brasilianische Fußball-Kunst, Puma ist diesseits von Afrika: Mit unterschiedlichen Konzepten und einem nie da gewesenen Aufwand haben die drei weltgrößten Sportausrüster im Vorfeld des Großereignisses in Deutschland um ihre Positionen auf dem 2,5 bis 3 Milliarden Euro schweren Fußball-Markt gekämpft. Doch wenn am Freitag die WM angepfiffen wird, ist die Marketing-Schlacht so gut wie geschlagen. Dann liegt die Wahrheit wieder auf dem Platz.

"Es beginnen Prozesse, die man nicht mehr beeinflussen kann", sagt Hartmut Zastrow, Geschäftsführer des Marktanalysten "Sport und Markt". "Kommunikativ ist kaum noch etwas zu bewegen." Schließlich haben sich die Fans schon mit deutschen (adidas) oder brasilianischen (Nike) Trikots und anderen Produkten weitgehend eingedeckt. Allenfalls ein überraschend starker Außenseiter wie beispielsweise die Elfenbeinküste (Puma) könnte kurzfristig das Geschäft für den jeweiligen Sportausrüster noch einmal ankurbeln. Wie groß der Einfluss von sportlichem Erfolg und Misserfolg auf dem Umsatz ist, lässt sich aber kaum beziffern.

Schon vor dem ersten Tor fühlen sich die großen Drei als Gewinner und befeuern die Öffentlichkeit mit Erfolgszahlen. Adidas (Gesamtumsatz 2005: 6,638 Milliarden Euro) geht von einem Umsatzsprung auf 1,2 Milliarden Euro nur für den Bereich Fußballprodukte aus. 2002, im Jahr der WM in Japan und Südkorea, waren es noch 800 Millionen Euro, 2005 dann 900 Millionen Euro. Nike spricht von einer Umsatzsteigerung auf 1,17 Milliarden Euro (1,5 Milliarden Dollar) im Fußballsegment. Puma schweigt sich über Fußball-Geschäftszahlen aus. Laut Vorstandschef Jochen Zeitz wird die WM aber mithelfen, das für 2006 prognostizierte Umsatzwachstum von 35 Prozent zu schaffen.

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