Fußball nach dem Terror
Viel Sicherheit, Randale in Gladbach

Nach der Länderspielabsage durch eine Terrorgefahr gehen die Sicherheitskräfte der Fußball-Bundesliga auf Nummer sicher. Alle Fans wurden besonders sorgfältig kontrolliert. Das sorgte auch für Verögerungen.

Wolfsburg/StuttgartIm Vorfeld des Fußball-Bundesligaspiels des VfL Wolfsburg gegen Werder Bremen waren die verschärften Sicherheitsvorkehrungen nicht zu übersehen. Es gab eine „erhöhte Präsenz der Polizei“, sagte Wolfsburgs Manager Klaus Allofs am Samstag. Einige Beamte trugen Maschinenpistolen. Zudem waren die Einlasskontrollen nach der Absage des Fußball-Länderspiels in Hannover durch den Sicherheitsdienst des VfL verschärft worden. Autos, die auf den VIP-Parkplatz fuhren, wurden durchsucht. Zuschauer wurde abgetastet.

Vor dem Stadion bildeten sich lange Schlangen, die sich aber rechtzeitig zum Anpfiff auflösten. Vor dem Anpfiff gab es eine Schweigeminute für die Terror-Opfer von Paris.

„Wir haben keine konkrete Gefährdungslage“, sagte ein Polizeisprecher beim Pay-TV-Sender Sky. Die Polizei habe auf die Ereignisse in Paris und Wolfsburg mit einer „mit einer veränderten Struktur“ reagiert.

Wegen der verschärften Einlasskontrollen vor dem Bundesliga-Spiel zwischen dem VfB Stuttgart und dem FC Augsburg verzögerte sich der Spielbeginn. Vor dem Stadion hatten sich lange Schlangen gebildet. Die Polizei zeigte eine höhere Präsenz als sonst und auch die Durchsuchungen am Eingang waren gründlicher. Die Fans kamen derweil ruhig zu dem Spiel. „Die Stimmung ist wie immer“, sagte ein Dauerkartenbesitzer. Eine Frau aus dem Stuttgarter Vorort Hildrizhausen sagte, sie gehe mit einem „sehr guten Gefühl“ in das Stadion.

Während es sonst friedlich blieb, fielen Fan-Chaoten aus Hannover vor dem Auswärtsspiel in Mönchengladbach negativ auf und randalierten in einer S-Bahn. Sie zogen die Notbremse, traten Türen ein. Die S-Bahn der Linie 8 war zwischen Düsseldorf und Mönchengladbach unterwegs. Doch auch Gladbach-Fans machten Randale und sollen gegnerische Fans mit Steine beworfen haben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Marcel Reich
Marcel Reich
Handelsblatt / Freier Mitarbeiter
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