Fußball National: Calmund hat kein Interesse an Hackmann-Nachfolge

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Calmund hat kein Interesse an Hackmann-Nachfolge

Reiner Calmund wird nicht Nachfolger des verstorbenen Werner Hackmann als Liga-Präsident: "Das ist kein Thema für mich. Ich bin zu undemokratisch und zu ungeduldig", sagte der Ex-Manager von Bayer Leverkusen.

Der langjährige Manager und Geschäftsführer des Bundesligisten Bayer Leverkusen Reiner Calmund hat keine Ambitionen auf den Posten des Liga-Präsidenten im deutschen Profi-Fußball. "Das ist kein Thema für mich. Ich bin zu undemokratisch und zu ungeduldig, außerdem gibt es dafür bestimmt Bessere. Die Deutsche Fußball Liga ist in der Person von Christian Seifert im operativen Geschäft außerdem sehr gut aufgestellt", sagte der 58-Jährige im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Nach dem Tod von Amtsinhaber Werner Hackmann, der am 28. Januar im Alter von 59 Jahren in Hamburg gestorben war, hatte am Mittwoch Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, der als möglicher Nachfolger gehandelt wurde, seinen Verzicht erklärt. Calmund könnte sich auch eine Person wie Ex-Nationalspieler Günter Netzer, der für den Vermarkter Infront in der Schweiz arbeitet, als Liga-Präsident vorstellen.

"Wenn jedoch solche Koryphäen wie Netzer oder Rummenigge nicht zu Verfügung stehen, sollte man darüber nachdenken, ob nicht Leute aus Politik oder Wirtschaft, die die nötige Fußball-Verbundenheit mitbringen, für die Position als Liga-Präsident in Frage kommen. Es gibt bestimmt welche, die das nötige Charisma besitzen und darüber hinaus auch über ein entsprechendes Netzwerk verfügen, um es für den Fußball einzusetzen", so Calmund.

Holzhäuser soll kommissarisch übernehmen

Der Liga-Verband teilte nach der Absage Rummenigges mit, dass der bisherige Vize-Präsident Wolfgang Holzhäuser bei einer außerordentlichen Vorstandssitzung am 15. März bis zu den turnusmäßigen Wahlen als kommissarischer Präsident vorgeschlagen werde.

"Ich stelle mich für die nächsten Monate zur Verfügung, damit wir genügend Zeit haben, eine Person zu finden, die den erheblich gestiegenen inhaltlichen und zeitlichen Anforderungen eines Ligapräsidenten nach dem schmerzlichen Tod von Werner Hackmann entspricht", sagte Holzhäuser, der viele Jahre als Co-Geschäftsführer mit Calmund bei Bayer zusammengearbeitet hatte. Allerdings sieht er sich nur als Übergangslösung für ein gutes halbes Jahr und steht längerfristig nicht zur Verfügung.

© SID

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