Fußball National
Der "Doc" feiert heute seinen 65. Geburtstag

Der Münchner Sportmediziner Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt feiert heute seinen 65. Geburtstag. "Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich mich gesund und leistungsfähig fühlen darf", bleibt "der Doc" gelassen.

Er ist jetzt zwar im Rentenalter, zur Ruhe wird er aber noch lange nicht kommen: Der Münchner Sportmediziner Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt feiert heute seinen 65. Geburtstag. "Ich bin in der glücklichen Lage, dass ich mich gesund und leistungsfähig fühlen darf. Auch ist mir bewusst, dass ich einen Traumberuf ausübe, der mein Leben erfüllt", sagte Müller-Wohlfahrt dem Sport-Informations-Dienst (sid).

"Der Doc", wie er bei der Nationalmannschaft und beim deutschen Rekordmeister Bayern München genannt wird, gilt als der bekannteste deutsche Sportmediziner. "Dr. Müller-Wohlfahrt hat eine Haut glatt wie die einer Nonne und in seinem Leben schon mehr Sportlerwaden gedrückt als Haare auf einem Unterschenkel Platz haben", schrieb einst Die Zeit über den ostfriesischen Pfarrer-Sohn.

Müller-Wohlfahrts "Radarfinger" (Rekordnationalspieler Lothar Matthäus) hat neben vielen Fußball-Profis auch zahlreichen anderen Leistungssportlern wie dem dreimaligen Wimbledonsieger Boris Becker geholfen. Zudem praktiziert der scheinbar ewig jung gebliebene Arzt weiterhin in München und hält Vorträge. Er steckte aber zwischenzeitlich auch Kritik von Kollegen wegen des Vertriebs von Nahrungsergänzungsmitteln (Antioxidantien) zur Stärkung des Immunsystems ein, deren Wirkung wissenschaftlich umstritten ist.

Den Einstieg in den Spitzensport schaffte Müller-Wohlfahrt 1975 bei Hertha BSC Berlin. 1977 wechselte er nach München, 1996 übernahm er schließlich auch die medizinische Betreuung des Nationalteams.

Müller-Wohlfahrt will seine zeitaufwendigen Jobs im Spitzensport vorerst fortführen. "Uli Hoeneß und ich haben vereinbart, dass ich ab 2008 als Supervisor der medizinischen Abteilung tätig bin und die internationalen Spiele solange betreue wie ich dazu in der Lage bin. Und wenn der DFB es wünscht, werde ich auch der Nationalmannschaft weiterhin zur Verfügung stehen", sagte der Mediziner. Manchmal habe er allerdings schon ein etwas schlechtes Gewissen gegenüber seiner Familie.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%