Fußball National
Freitag erste Sportausschuss-Vorsitzende

Dagmar Freitag ist als erste Frau in den Vorsitz des Sportausschusses im Deutschen Bundestag gewählt worden. Die SPD-Politikerin tritt die Nachfolge von Peter Danckert an.

Dagmar Freitag hat als erste Frau den Vorsitz des Sportausschusses im Deutschen Bundestag übernommen. Die SPD-Politikerin wurde am Mittwoch in der konstituierenden Ausschusssitzung von den Mitgliedern wie erwartet für das Amt bestimmt. Bereits am Dienstag war die 56-Jährige von ihrer Fraktion ohne Gegenstimme für den Vorsitz nominiert worden.

Die Realschullehrerin aus Iserlohn tritt damit die Nachfolge ihres Parteigenossen Peter Danckert (SPD) an, der in den Haushaltsausschuss wechselt. Als stellvertretender Vorsitzender wurde Joachim Günther (FDP/Plauen) bestimmt.

Wettskandal "Angriff auf die Werte des Sports"

"Natürlich freue ich mich. Wir wollen nach Möglichkeit gleich am 2. Dezember in der ersten Sitzung eine Anberatung zum Wettskandal im Fußball abhalten. Eine richtige Aussprache darüber kann es natürlich erst nach Abschluss der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft geben", sagte Freitag dem Sport-Informations-Dienst (SID) und bezeichnete den Wettskandal als "Katastrophe" und einen "Angriff auf die Werte des Sports".

Die langjährige Sport-Politikerin kündigte an, dass die Sitzungen des Sportausschusses auch in Zukunft grundsätzlich öffentlich stattfinden werden. Ausnahmen schloss sie in sehr seltenen Fällen aber nicht aus.

Zuvor hatte Freitag bereits erklärt, dass sie kein Problem darin sehe, dass sie auch seit 2001 Vize-Präsidentin im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) ist. "Meine Aufgabe als Sportausschussvorsitzende ist natürlich strikt von meinem Amt beim DLV zu trennen. Es wird keine Lex Leichtathletik im Sportausschuss geben", sagte Freitag.

Der Deutsche Olympische Sportbund (Dosb) gratulierte der Politikerin in einem Brief. "Der Sportausschuss hat die wichtige Aufgabe, die Bundesregierung und insbesondere das für den Sport federführende Bundesinnenministerium in seinen auf den Sport bezogenen Aktivitäten zu begleiten und zu kontrollieren. Wir stehen ihm als Dachverband des freiwillig organisierten Sports auch in Zukunft jederzeit gern zur Verfügung, um ihn bei der Wahrnehmung dieser schwierigen Aufgabe zu unterstützen, notwendige Informationen zu geben und über sportpolitische Fragen in der Zuständigkeit des Bundes zu diskutieren", schrieben Dosb-Präsident Thomas Bach und Dosb-Generaldirektor Michael Vesper.

© SID

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