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Fussball Manager 07 fesselt Fußball-Freunde

Der Herbst ist die Jahreszeit von EA Sports. Jedes Jahr erscheinen dann die neuesten Sport-Spiele der kanadischen Software-Schmiede und wie immer bildet der Fussball Manager den Abschluss der Veröffentlichungswelle.

Der EA Fussball Manager 07 steht seit Ende Oktober in den Geschäften. In diesem Jahr ist dem Entwicklerteam um Manager-"Urgestein" Gerald Köhler ein echtes Meisterwerk gelungen. Der Fussball Manager 07 aus dem Hause EA Sports schafft es mit Leichtigkeit, die Manager-Referenz zu bleiben.

Dabei sind Veränderungen nur behutsam eingebaut worden, vielmehr wurde an der Feinjustierung gearbeitet. Mit Erfolg. Weiterhin kümmert sich der Spieler als Manager und Trainer in Personalunion um Aufstellung, Transferaktivitäten, den Ausbau des Vereinsgeländes oder die Finanzen. Wie schon im Vorgänger hat der Manager aber auch die Möglichkeit, einige Aufgaben an seine Assistenten zu delegieren. Diese übernehmen die ihnen zugedachten Aufgaben gewohnt zuverlässig.

Zu Beginn des Spiels warten zahlreiche Teams aus den unterschiedlichsten Ländern auf einen neuen Heilsbringer - natürlich kann der geneigte Manager aber auch weiterhin seinen eigenen Verein gründen und von der Kreisklasse aus den Angriff auf den Titel beginnen. Erfreulich: erstmals in der Geschichte der Serie sind nun auch die Originaldaten samt Wappen der beiden deutschen Regionalligen dabei.

Eine wesentliche Neuerung des Spiels ist die intensivere Budgetplanung. Diese läuft im Fussball Manager 07 in zwei Schritten ab. Zunächst wird das Saisonziel besprochen und das Präsidium gibt entsprechende Gelder vor. Niedrige Saisonziele sorgen für einen sicheren Job, kleine Budgets und müssen durch Sonderaufgaben, wie z. B. eine Verjüngung des Teams, kompensiert werden. Hohe Saisonziele stellen zwar für den Manager ein Risiko dar, aber Sponsoren und Präsidium sind begeistert und stellen mehr Geld zur Verfügung. In der zweiten Runde kann noch einmal über die absolute Höhe der Budgets verhandelt werden.

Im Verlaufe einer Spielzeit werden die Budgets unter Umständen noch angepasst. Höhere Zuschauereinnahmen oder ein verfrühtes Pokal-Aus können etwa zu einer Steigerung oder einer Senkung des Budget führen. Dabei darf der Manager entscheiden, in welchem Bereich er die Steigerung bzw. Senkung vornimmt.

Nachdem die Startvoraussetzungen geschaffen wurden, gelangt der Spieler ins neu gestaltete Hauptmenü. Sofort fällt auf, dass die Designer hier ganze Arbeit geleistet haben. Die Menüführung wirkt wesentlich aufgeräumter, was den Bedienkomfort und die Einsteigerfreundlichkeit erheblich erhöht. Das gesamte Interface ist vollständig in den Vereinsfarben gehalten, das ist prima und schafft zusätzliche Identifikation mit dem Verein.

Ist die Mannschaft einmal aufgestellt und sind alle Taktiken ausgetüftelt, kann es losgehen. Der Manager hat vier Darstellungsmöglichkeiten, um sich die Früchte seiner Arbeit anzusehen. Zum einen steht weiterhin der 3D-Modus zur Verfügung. Erstmals in der FM-Serie kann der Spieler einen Spieler im Training aufbauen und diesen dann im 3D-Spiel selbst steuern. Das besondere daran: Ein Wechsel der Steuerung im Spiel zwischen den Spielern ist nicht möglich, der Spieler ist lediglich ein Teil des Teams. Klingt gut, macht in der Praxis aber nicht so viel Spaß. Wer Fußball "spielen" will, sollte da lieber zu Fifa 07 greifen.

Besser gelungen ist der Textmodus. Dieser wartet im Vergleich zum Vorgänger mit zahlreichen neuen Textbausteinen auf und bietet nun auch Text-Fangesänge, die für mehr Atmosphäre sorgen. Die Sofortberechnung wurde ebenfalls überarbeitet und zeigt nun auch immer gleich die Torschützen an. Neu ist der "Videotext"-Modus. Erstmals kann der Spieler seine Spiele vor einem imaginären Videotext verfolgen, inklusive Anzeige der Torschützen und Live-Tabelle. Für automatische Auswechslungen können präzise Regeln definiert werden - ein Eingreifen während dieses Modus ist nicht möglich.

Zudem wurden zahlreiche Wünsche der Spieler-Community in der neuen Auflage berücksichtigt. So findet im Vergleich zum Vorgänger das Privatleben des Managers wieder Einzug in das Spiel. Noch vor dem ersten Arbeitstag kann man eine Partnerin erstellen, auch Kinder stehen auf dem Plan des Titels. Deren Fußballer-Karriere kann man im Verlauf des Spiels mitverfolgen. Verzichtet man zu Beginn des Spiels auf Frau oder Freundin, so kann man auch später noch "auf die Pirsch" gehen und sich Frau und Kind sichern. Spielerisch hat das Ganze zwar nur wenig Auswirkungen, doch Spaß macht es trotzdem.

Alles in allem ist dem Team um Gerald Köhler eine hervorragende Manager-Simulation gelungen. Die guten Features aus dem Vorgänger wurden beibehalten und durch sinnvolle Neuerungen ergänzt. Durch die Fülle an Einstellungsmöglichkeiten ist das Spiel sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Hasen geeignet. Genau das richtige Spiel für lange Herbst- und Winterabende.

Systemvoraussetzungen: Pentium 1,3 GHz, 512 MB RAM, 3,5 GB Festplattenspeicher, 32 MB Grafikkarte, Win 2000/ME/XP, DVD-Laufwerk.

© SID

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