Fußball National
Geyer löst Vertrag bei Sachsen Leipzig auf

Trainer Eduard Geyer hat seinen bis 2008 laufenden Vertrag beim finanziell angeschlagenen Viertligisten FC Sachsen Leipzig aufgelöst. Neben dem 62-Jährigen räumte auch Vorstandschef Rolf Heller seinen Posten.

Oberligist FC Sachsen Leipzig und Trainer Eduard Geyer gehen in Zukunft getrennte Wege. Der 62-Jährige, ehemals Coach von Bundesligist Energie Cottbus, bat nach Angaben des finanziell stark angeschlagenen Klubs selbst um Aufhebung seines noch bis Juni 2008 gültigen Trainervertrages. Zuvor war hinter den Kulissen tagelang um eine Abfindung für den früheren DDR-Auswahltrainer gefeilscht worden. Sogar eine sofortige Insolvenz des Leipziger Traditionsvereins schien möglich.

Die Auflösung des hoch dotierten Vertrages mit Geyer hatte Leipzigs Hauptsponsor und Kinowelt-Chef Michael Kölmel ebenso wie den Rücktritt von Sachsens Vorstandschef Rolf Heller zur Bedingungen für sein weiteres finanzielles Engagement gemacht. Der seit 2004 beim FC Sachsen verantwortliche ehemalige Präsident von Bundesligist Eintracht Frankfurt räumte seinen Posten ebenso wie Geyer und erklärte, sein ohnehin für Oktober vorgesehenes Ausscheiden nur vorzuziehen.

Insolvenz wohl abgewendet

Im Gegenzug kündigte Hauptsponsor Kinowelt am Montag an, die Hälfte der ausstehenden Sponsorengelder von insgesamt etwa 300 000 Euro sofort freizugeben. Die ausstehende Rate soll bis zum Wochenende gezahlt werden. Die zweite Insolvenz des Vereins nach 2001 ist damit offenbar zumindest vorläufig abgewendet. Im August soll eine Außerordentliche Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand wählen.

Eduard Geyer war im Sommer 2006 von Kölmel als Sportdirektor verpflichtet worden, um mit dem zweimaligen DDR-Meister (1951 und 1964) den Aufstieg in die Regionalliga zu schaffen. Nach blamablen Leistungen der mit insgesamt fast zwei Mill. Euro von Kölmel unterstützten Mannschaft übernahm "Ede Gnadenlos" im Oktober 2006 selbst den Trainerposten, scheiterte aber im Aufstiegskampf.

Der frühere DDR-Oberligaspieler und spätere Meistertrainer von Dynamo Dresden hatte Energie Cottbus von der Regionalliga bis in die Bundesliga geführt, ehe er im November 2004 bei den Lausitzern gehen musste. Ein Engagement als Coach beim Fußball-Klub Al Nasr in Dubai endete im Januar 2006 schon nach einem halben Jahr.

© SID

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