Fußball National
Leipzigs Fußballer setzen Zeichen

Mit Blumensträußen an betroffene Beamte haben sich zehn Fußballer des 1. FC Lok Leipzig für die Krawalle in der Vorwoche entschuldigt. "Dieser Besuch hilft bei der Bewältigung des Erlebten", so der Polizeidirektor.

Zehn Fußballer des 1. FC Lok Leipzig und ihr Trainer Rainer Lisiewicz haben am Freitag die Polizeidirektion Leipzig besucht und sich für die Krawalle nach dem Pokalspiel am vergangenen Samstag entschuldigt. Das Team übergab Blumensträuße an zehn betroffene Beamte und den leitenden Polizeidirektor Heinz Theus und regte ein Fußball-Match des Sechstligisten im Leipziger Zentralstadion gegen eine Polizeiauswahl an. Die Einnahmen sollen Leipziger Fanprojekten zugute kommen.

"Der Sport soll die Oberhand behalten"

"Ich denke, dass hier ein richtiges Zeichen gesetzt wird, obwohl es eigentlich die Falschen sind, die sich heute entschuldigen", sagte Theus: "Unseren Beamten hilft dieser Besuch bei der Bewältigung des Erlebten. In dieser Stadt soll weiterhin der Sport die Oberhand behalten. Deshalb wird nach wie vor unter Hochdruck ermittelt."

Für das Wochenende wurden in Sachsen über 60 Partien als Zeichen gegen Gewalt abgesagt. Lok-Fans wollen die spielfreien Tage zu einem Arbeitseinsatz in der Heimstätte des Ex-Europacupfinalisten unter dem Motto "Gegen Gewalt! - Pro Bruno-Plache-Stadion!" nutzen.

© SID

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