Fußball National
Merk warnt vor zu schnellen Referee-Karrieren

Ex-Fifa-Schiedsrichter Markus Merk hat vor zu steilen Aufstiegen im Schiedsrichter-Beruf gewarnt. "Fachliches Können und Sozialkompetenz müssen parallel laufen", sagte Merk.

Ex-Referee Markus Merk hat nach der pikanten Affäre um Michael Kempter und den ehemaligen Schiedsrichterbeobachter Manfred Amerell vor zu steilen Aufstiegen in der Gilde gewarnt. "Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass es in Zukunft nicht möglich sein sollte, zu schnell hochzukommen. Fachliches Können und Sozialkompetenz müssen immer parallel laufen", sagte Merk im Interview mit dem Mannheimer Morgen.

Merk sieht durch den Fall Amerell/Kempter vor allem einen Schaden "für die 80 000 Schiedsrichter an der Basis", hält Deutschland aber weiter für eine "Schiedsrichternation" mit einer "unglaublich breiten Spitze".



Merk: "Es gibt keine schönere Tätigkeit"

Der Bundesliga-Rekordschiedsrichter rät Jugendlichen nach wie vor, die Laufbahn des Unparteiischen einzuschlagen. "Es gibt für einen jungen Menschen keine schönere und verantwortungsvollere Tätigkeit als die des Schiedsrichters. Man lernt zu führen und Entscheidungen zu treffen. Das ist ein unglaublich guter Lernprozess", sagte der 48-Jährige.

Merk wurde in seiner Karriere dreimal zum Weltschiedsrichter des Jahres gewählt. Für sein soziales Engagement wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 2008 beendete Merk seine Laufbahn als Schiedsrichter. Zurzeit ist er unter anderem als Kommentator beim türkischen Privatfernsehen aktiv.

© SID

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