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Neid äußert Bedenken an Bundesliga-Trainerjob

Silvia Neid kann sich nicht vorstellen, dass eine Frau als Trainer eines Bundesligisten Erfolg haben könnte. "Ich glaube, dass eine Frau da noch mit sehr vielen Widerständen zu kämpfen hätte", sagte die DFB-Trainerin.

Silvia Neid traut Frauen als Trainer in der Bundesliga keine großen Erfolge zu. "Aus fachlicher Sicht natürlich. Aber ich glaube, dass eine Frau da noch mit sehr vielen Widerständen zu kämpfen hätte", erklärte die DFB-Trainerin im Interview mit der Tageszeitung Die Welt.

Auch der Ankündigung von Ex-Nationalspielerin Steffi Jones ("Ich will irgendwann eine Männer-Mannschaft trainieren"), die derzeit in Köln ihre Fußballlehrer-Lizenz erwirbt, steht Neid eher skeptisch gegenüber. Das Problem sei ganz einfach: "Wie groß ist die Akzeptanz, die eine Frau, auch Steffi Jones, bei einem Bundesligaspieler genießt? Das kann mal drei Monate gut gehen, sobald aber Misserfolge einsetzen, würde es schwierig werden", meinte die 43-Jährige, die die Frauen-Nationalmannschaft Ende September in China zum zweiten WM-Titel geführt hatte.

"Ich kämpfe für den Frauenfußball"

Für sie selbst kommt eine Traineraufgabe im Herrenbereich wohl nicht in Frage. Neid: "Ich kämpfe für den Frauenfußball, seit ich 18 bin. Ich habe immer noch die Motivation, dass ich den Frauenfußball voranbringen will. Sollte ich jetzt nur wegen des Geldes zwanghaft den Sprung in den Männerfußball versuchen?"

Für vorbildlich hält die 111-malige Nationalspielerin die Vorgehensweise des DFB, seine weiblichen Auswahlteams von Trainerinnen coachen zu lassen. "Ich glaube, dass diese Politik uns hilft, das Produkt Frauenfußball nach vorne zu bringen, weil Frauen ihren Fußball eben glaubwürdiger verkaufen können", betonte Neid.

© SID

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