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Sapina muss hohe Geldstrafe an Lotterie zahlen

Der als Drahtzieher des Manipulationsskandals verurteilte Ante Sapina ist zu einer Geldstrafe in Höhe von 1,8 Mill. Euro verurteilt worden. Sapina muss den Schadenersatz an die Klassenlotterie in Berlin zahlen.

Ante Sapina ist mit einer hohen Geldstrafe belegt worden. Der als Drahtzieher des Wett- und Manipulationsskandals verurteilte Sapina muss insgesamt 1,8 Mill. Euro Schadenersatz an die Klassenlotterie in Berlin zahlen. Bis Ende Oktober ist die erste Rate in Höhe von einer Million Euro fällig, die restlichen 800 000 Euro muss Sapina bis Ende April 2008 überweisen. Ante Sapinas Brüder Filip und Milan bürgen dafür in unterschiedlichen Größenordnungen. Auf diesen Vergleichswert einigten sich beide Parteien am Dienstag vor dem Berliner Landgericht.

Ursprünglich wollte sich die Lotteriegesellschaft wegen zu Unrecht ausgezahlter Gewinne des Wettanbieters Oddset knapp zwei Mill. Euro von den Sapina-Brüdern zurückholen, die wegen ihrer Beteiligung am Bestechungsskandal ebenso wie der ehemalige Schiedsrichter Robert Hoyzer strafrechtlich verurteilt sind.

Hoyzer muss mit Konsequenzen rechnen

Die Einigung könnte nun auch zivilrechtliche Konsequenzen für Hoyzer nach sich ziehen. Die Sapinas hatten bereits im Vorfeld eine so genannte Streitverkündung erklärt und betont, im Falle einer Verurteilung den Ex-Unparteiischen bei der Rückzahlung eventuell in die Pflicht nehmen zu wollen. "Das weiß ich noch nicht. Ich lass das erst einmal alles sacken", sagte Ante Sapina indes am Dienstag.

Von Seiten der Klassenlotterie braucht Hoyzer allerdings keine Regressansprüche zu fürchten. Deren Anwalt Markus Ruttig erklärte, dass die Sapinas und nicht Hoyzer zum damaligen Zeitpunkt Geschäftspartner gewesen seien.

Hoyzer war am 17. November 2005 wegen Beihilfe zum Betrug zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten verurteilt worden, Ante Sapina wegen gewerbsmäßigen Betruges zu zwei Jahren und elf Monaten. Milan und Filip Sapina erhielten jeweils Bewährungsstrafen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte die Urteile im vergangenen Dezember bestätigt.

© SID

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