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Sieg für den WFV vor dem Landgericht

In einem Urteil hat sich das Landgericht in Stuttgart der Rechtsauffassung des DFB und des WFV angeschlossen, dass dem Verband das ausschließliche Recht an Bewegtbildern von Spielen aus seinem Verbandsgebiet zusteht.

Der Württembergische Fußballverband (WFV) hat am Donnerstag vor dem Landgericht in Stuttgart einen Erfolg gefeiert. Das Landgericht schloss sich der Rechtsauffassung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und des WFV an, dass alleine dem Verband als Veranstalter das ausschließliche Recht an Bewegtbildern von Spielen aus seinem Verbandsgebiet zusteht.

Erfreut zeigte sich der Präsident des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen und 1. Vizepräsident Amateure des DFB, Hermann Korfmacher, angesichts des Urteils: "DFB und WFV haben einen weitreichenden Erfolg im Sinne des Amateurfußballs errungen. Es ist wichtig, die Online-Selbstvermarktung als Einnahmequelle für kleine Vereine zu erhalten." Es könne nicht sein, dass diesen die Kosten für den Spielbetrieb aufgebürdet, aber kommerziellen Anbietern das "Abschöpfen des Rahms"überlassen würde.

Gegenstand des Verfahrens war die Frage, ob auf dem Internetportal der "Hartplatzhelden Gmbh" Bewegtbilder aus den Ligen des WFV ohne dessen Zustimmung präsentiert werden dürfen. Die Entscheidung fiel eindeutig aus: Künftig droht dem Betreiber des Internetportals bei Veröffentlichung von Filmaufzeichnungen oder Fußballspielen ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 250 000 Euro.

"Das Landgericht hat das richtige Signal gesetzt", sagte Flvw-Direktor Carsten Jaksch-Nink. Der Verband würde seine Stellvertreterfunktion für die Vereine immer in deren Sinne ausüben, im Gegensatz zu den kommerziellen Anbietern. Jaksch-Nink verweist zudem auf fussball.de, ein kostenloses Internetportal. Dort gibt es neben allen Ergebnissen des Amateurfußballs in Deutschland auch die Möglichkeit, Bilder und Videos einzustellen.

"Sicherlich kann nicht jeder der rund 25 000 Vereine die Online-Vermarktung eigenständig durchführen", sagte Korfmacher. Dank des Urteils bliebe aber zumindest die Option erhalten.

© SID

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