Fußball National
Stanislawski und Freund erhalten Trainer-Lizenz

24 Lehrgangsteilnehmer, darunter St. Pauli-Trainer Holger Stanislawski und Europameister Steffen Freund, dürfen sich seit Donnerstag Fußball-Lehrer nennen.

Trainer Holger Stanislawski vom Zweitligist FC St. Pauli als Lehrgangsbester sowie Europameister Steffen Freund haben am Donnerstag im Rahmen einer Feierstunde ebenso wie 22 weitere Teilnehmer die Uefa Pro Lizenz erhalten. DFB-Sportdirektor Matthias Sammer und Ausbildungsleiter Frank Wormuth zeichneten in Köln 24 neue Fußball-Lehrer aus und überreichten ihnen ihre Prüfungsurkunde. Damit ging der neu strukturierte und bislang zeitlich längste Fußball-Lehrer-Lehrgang nach elfmonatiger Ausbildungszeit zu Ende. Nur einer der 25 Lehrgangsteilnehmer hat die Prüfung nicht bestanden und muss sich einer Teil-Nachprüfung unterziehen.

"Es heißt ja so schön, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind. Holger Stanislawski ist ein wichtiges Signal, dass es zu schaffen ist", meinte Sammer im Hinblick auf die Wichtigkeit der Ausbildung und der Doppelbelastung. Wegen Markus Babbel hatte es kontroverse öffentliche Diskussionen gegeben, ob dem Trainer des VfB Stuttgart ein Schnelllehrgang, wie ihn einst Sammer absolvierte, gewährt werden solle.

Auch Ex-Zweitliga-Trainer Wück und Hock bestehen

Der DFB-Sportdirektor war strikt dagegen und sagte dazu am Donnerstag: "Das Schlechteste an diesem Lehrgang war, dass ich nur sechs Wochen machen musste." Der kommende Lehrgang wird von elf auf zehn Monate verkürzt, der Unterricht findet von Montag bis Mittwoch statt. Damit kommt man den als Profitrainern arbeitenden Lizenz-Anwärtern wie Babbel entgegen.

Zu den erfolgreichen Teilnehmern des 55. Lehrgangs seit 1947, der an der Hennes-Weisweiler-Akademie auf dem Campus der Deutschen Sporthochschule Köln durchgeführt wurde, gehören neben Stanislawski und Freund, 1996 mit der DFB-Auswahl in England Europameister, auch die ehemaligen Zweitligatrainer Christian Wück (Rot-Weiss Ahlen) und Christian Hock (SV Wehen Wiesbaden). Den zweitbesten Abschluss machte die 47-malige Nationalspielerin Anouschka Bernhard, einzige Frau im Lehrgang.

Zudem durften sich Dirk Anders, Patrick Baier, Manfred Bender, Anouschka Bernhard, Henning Bürger, Serdar Dayat, Atli Edvaldsson, Sascha Eickel, Brent Goulet, Matthias Hamann, Lars Leese, Carsten Müller, Heiko Nowak, Markus Reiter, Stefan Sartori, Stephan Schmidt, Slaven Skeledzic, Ronny Teuber, Lars Tiefenhoff und Ayhan Tumani ebenfalls über die Lizenz freuen. Als Zweitbeste hinter Stanislawski schnitt die ehemalige Nationalspielerin Anouschka Bernhard (47 Länderspiele) ab, die mittlerweile als Jugend-Koordinatorin für Hertha BSC Berlin zuständig ist.

Wormuth: "Sind in der Trainerausbildung auf dem richtigen Weg"

"Eine wichtige und positive Erkenntnis des Lehrgangs war, dass sich die theoretischen und praktischen Inhalte ideal ergänzt haben", sagte Ausbildungsleiter Frank Wormuth und ergänzte: "Wir haben im Rahmen des Lehrgangs die Bestätigung erhalten, dass wir in der Trainerausbildung auf dem richtigen Weg sind und werden auf Grund der gesammelten Erfahrungen die Ausbildungsinhalte weiter optimieren sowie strukturell einige Modifizierungen vornehmen."

Die Ausbildungsdauer des Fußball-Lehrer-Lehrgangs war mit Frank Wormuths Amtsübernahme im vergangenen Jahr von sechs auf elf Monate Ausbildungszeit verlängert worden. Hinter den Absolventen liegen 980 Unterrichtseinheiten, ein insgesamt neunwöchiges Praktikum und Vorträge von 43 Gastreferenten, darunter auch Bundestrainer Joachim Löw sowie die Bundesliga-Trainer Christoph Daum und Ralf Rangnick.

© SID

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