Fußball National
Tor-Kamera rückt in das Interesse von DFB und DFL

Möglicherweise wird es künftig keine Diskussionen mehr über die Anerkennung zweifelhafter Treffer in der Bundesliga geben. DFB und DFL erwägen den Einsatz von Torkameras, entsprechende Techniken werden geprüft.

Möglicherweise werden künftig Torkameras die Diskussionen über die Anerkennung zweifelhafter Tore in der Bundesliga verstummen lassen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will zusammen mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Initiative ergreifen und dem Beispiel aus dem Ausland folgen.

"Aufgrund der Vielzahl der Zwischenfälle werden auch wir das Ganze nicht mehr auf sich beruhen lassen. Wir werden uns über den Status quo informieren und gucken, ob es Sinn macht, uns an spezielle Techniken anzudocken", sagte DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus der Welt am Sonntag.

Die Liga wolle "Nähe zum Projekt bekommen", sagte Hieronymus, und auch der DFB ist interessiert. "Wir wollen keinen Fernsehbeweis, der Tatsachenentscheidungen nachträglich korrigiert und bei jedem Abseits zu Spielunterbrechungen führt. Aber alle technischen Hilfsmittel, die eine Tatsachenentscheidung gerechter machen und den Schiedsrichter in seiner Arbeit stützen und unterstützen, sind bei uns willkommen", sagte Präsident Theo Zwanziger der Wams.

Im englischen Reading wurde mit dem Hawk-Eye-System bereits eine Torlinen-Technologie erfolgreich getestet. Zuletzt hatten die Italiener ihre monatelang durchgeführten Experimentierergebnisse mit Digitalkameras zur Torerkennung dem International Football Association Board (Ifab) des Weltverbandes Fifa vorgestellt.

Ob die englische oder italienische Technik geeignet ist, muss noch entschieden werden. "Das Ei des Kolumbus haben wir noch nicht gefunden", sagt Fifa-Sprecher Andreas Herren.

Laut Wams will der Sportartikelhersteller adidas wohl bei der Klub-WM in Japan im Dezember mit einer modifizierten Variante seines schon einmal fehlgeschlagenen Experiments mit dem Chip-Ball vertreten sein. "Die Ergebnisse der gesamten Testphase werden dem Board der Fifa beim Ifab-Meeting am 22. Oktober in Glasgow präsentiert. Im Rahmen dieses Treffens wird eine Entscheidung getroffen, ob der Chip-Ball im Dezember bei der Klub-WM in Japan zum Einsatz kommt", sagt adidas-Sprecher Oliver Brüggen.

© SID

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